Mit der Ovation of the Seas von Singapur nach Peking

Ein Reisealbum von StiflersMom

Einleitung – Gesamt-Tour - Hotels

Im Juni 2016 waren wir zu Gast auf der neuen Ovation of the Seas auf der Route von Singapur nach Peking. Kreuzfahrten.de hatte ein interessantes Angebot am Start mit LH Direktflügen im A380, Vorübernachtung mit Ausflug und Transfer in Singapur und am Ende noch 3 Hotel-Nächte in Peking. Dort ebenfalls mit 2 Ganztages-Ausflügen zu diversen Palästen und der chinesischen Mauer und allen Transfers und das Ganze in einer hübschen Balkonkabine. In Singapur hätte es gerne eine Nacht mehr sein können, da man erst Spätnachmittags landet und am nächsten Morgen die Stadtbesichtigung startete die dann am Nachmittag schon mit der Einschiffung endete. Aber irgendwie ist bei Kreuzfahrten meist alles viel zu kurz… Die deutschsprachigen Reiseleiter in beiden Städten waren super und sehr amüsant. In Singapur hatten wir Danny Lorenzo der uns mit zahlreichen Storys über Supermodels und He!di KIum unterhielt. In Peking war es Wang Weimin alias „Boris“ der uns tagelang mit allerlei Geschichten über das Leben in China bespaßte. Wer in Peking und Umgebung mal einen tollen Reiseleiter braucht – contact Boris unter "boriswang76 at 126 dot com". Das erste „Hotel Jen“ direkt in einem Einkaufszentrum in der Orchard Road in Singapur kann man sehr empfehlen. Topmodern, ein toller Rooftop Pool und Bar mit Blick über die ganze Stadt. Im Gegensatz dazu das „Presidential Beijing“ Hotel in Peking das seine besten Jahre bereits lange hinter sich hat und ganzschön abgewohnt war – vor allem die Bäder waren fertig und grenzwertig (Detailfotos erspare ich mal hier). 5 Sterne verdient maximal die 8-stöckige imposante Lobby. Das ist immer schade wenn das schlechteste Hotel zum Schluss kommt – nach Singapur und einem nagelneuen Schiff ist das aber auch schwer :-|

Die Ovation of the Seas

Das Schiff war definitiv das Highlight der Tour, für das wir im März sogar bis nach Papenburg und Eemshaven nach Holland gefahren sind um es „schonmal“ zu sehen. Sicherheitshalber.  Natürlich war alles frisch und neu und es war mit knapp 4200 Passagieren voll besetzt. Von den Asiaten an Bord waren die Singapurianer mit über 600 Leuten die größte Gruppe, andere asiatische Länder waren wenig vertreten. Dazu gesellten sich über 1600 Amerikaner, ein Haufen Australier und nur 120 Deutsche. Ein bunt gemischtes Völkchen. Das Highlight des Schiffes sind zum Einen die ganzen verbauten Spielereien und Technik. Und das Design und die Unmengen an Kunstwerken in Form von Bildern und Skulpturen in jedem Bereich des Schiffes. NorthStar, iFly, Surfsimulator, Rollschuh, Klettern, Autoscooter, Ballsport, 3 Pool-Bereiche (2 davon überdacht und klimatisiert). Dazu ein großes Theater für 1200 Leute, das abgefahrene Cafe 270° mit seinen Projektionen und Roboter-Screens und die 2-stöckige Music-Bar. Wem da noch langweilig wird ist nichtmehr zu helfen. Aber selbst wenn man auf den ganzen Trubel keine Lust hat findet man auf dem riesen Schiff auch immer ein ruhiges Plätzchen - tagsüber bevorzugt im Cafe 270 in dem man auch entspannt frühstücken kann. Was ein wenig negativ anhaftet ist, dass man jeden Kram auf dem Schiff besser im Voraus reservieren und buchen SOLLTE um vor Ort nicht enttäuscht zu werden oder alles was man vorhat zeitlich nicht zusammenpasst. So sollte man sich schon Monate vor der Kreuzfahrt regelmäßig auf die Royal Caribbean Website begeben um die ganzen Attraktionen wie NorthStar, iFly etc. – und dazu gehörten auch die 3 Haupt-Shows im Theater und 270° - und natürlich die Restaurants einzubuchen. Zwar ist es zu Zweit immer möglich seine Restaurants zu wechseln oder einfach so Abends irgendwo aufzuschlagen ohne große Wartezeit, dann aber nicht immer an einem 2er Tisch. Und bei den Attraktionen und Shows mit entsprechender Wartezeit ohne Garantie auf Einlass. Aber gut, 4200 Leute wollen ja irgendwie bespasst werden und jeder soll mal drankommen innerhalb der wenigen Tage. Die Auswahl an Essensmöglichkeiten ist fast unendlich. Auf den Speisekarten der 4 Hauptrestaurants ist Vieles gleich, es gibt aber je nach Thema des Restaurants auch ein paar „exklusive“ Gerichte. Als Bezahlrestaurant waren wir nur im Wonderland – das ist den Spass wert. Wir hatten 2 Flaschen Wein mit an Bord gebracht (1 Flasche pro Person ist erlaubt bei der Einschiffung) diese kann man problemlos mit ins Restaurant bringen. Eine Kork-Gebühr o.ä. gibt es nicht.

Kabine 10650

Wir hatten uns eine schöne Balkonkabine im 10. Stock gesichert – Zimmer 10650 – mit XL Balkon. Die D7-Kabine war schön geräumig (wahrscheinlich weil es vor der Couch keinen Tisch gibt – hier ist vorgesehen den Schreibtisch umzurücken) und mit dem dunklen Holz auch recht gemütlich. Das Bett stand direkt an der großen Balkontüre (ist wohl in jeder 2. Kabine unterschiedlich) mit schönen Blick nach draußen. Auf dem großen Balkon gab es 2 verstellbare Stühle mit Fuß-Bänkchen und ein Tisch. Auch das Bad war geschmackvoll „gefliest“ mit Echtglasdusche und vielen Ablagflächen. Zur techn. Ausstattung gehörten diverse Steckdosen (Amerikanisch, Deutsch und USB), WLAN fürs Bordnetz und ein großer Samsung Fernseher über den man Zugriff aufs Bordprogramm und aufs Bordkonto hat. Dazu diverse – hauptsächlich asiatische - Fernsehkanäle und überteuertes Pay-TV. Abhilfe von Letzterem kann man als Fernseh- und Serien-Junky schaffen, indem man seine Film- und Serien-Sammlung auf einem USB Stick mitbringt, den Fernseher aus der Wand zieht und in die USB Buchse steckt. Da die Schiffs-Fernbedienung keinen Zugriff auf die Fernseh-Anschlüsse zulässt muss man sich dann entweder mit einer mitgebrachten Samsung- oder einer Universalfernbedienung behelfen. Oder einem Smartphone oder Tablet mit Infrarot Sender und Universal-App (in unserem Fall ein LG G4 und LG Tab G 8.3) Der Safe in der Kabine ist nicht sonderlich groß, ein großes Notebook würde nicht hineinpassen. Im Kühlschrak gab es nur Soft-Drinks und Wasser. Seinen eigenen – mitgebrachten – Wein kann man aber dort kühlen, dafür ist Platz. Unser Kabinen Steward war nicht der Aufmerksamste und auch mit der Sauberkeit hatte er es scheinbar nicht so sehr. Schrankwände und die Nacht-Tischchen rund ums Bett waren vom Vorgänger noch ziemlich verbabbt, die Lampen etwas angestaubt, die Minibar und das Shampoo im Bad immer nur erst nach Hinweis aufgefüllt und die (unsere) Haare im Bad lagen manchmal auch sichtbar längere Zeit auf dem Boden. Aber er war nett :-)

Singapur

Wir kamen am frühen Abend im Hotel an und hatten den Rest des Abensd zur freien Verfügung. Den nutzten wir um mal die Orchard Road hoch und runterzulaufen. Der Halbtages-Ausflug am nächsten Morgen kurz vor der Einschiffung war Teil des gebuchten Packages. Es ging in einen Orchideen-Park, dann ins indische, arabische und chinesische Viertel, dazu ein Mittagessen und eine kurze Boots-Fahrt auf dem Singapore-River. Die Tour endete am Cruise Terminal und nach ein wenig geordneter Warterei betraten wir das erste mal "unser" Schiff.

Saigon / Hoh-Chi-Minh Stadt - Vietnam

Saigon liegt >1h vom Industrie-Hafen PhuMy entfernt. Wir hatten eine deutsprachige Privat-Tour über vietnamdreams-travel.de gebucht die wir empfehlen können (gibts auch für Gruppen). Unsere Tour-Guidin VAN sprach gut Deutsch und hat uns in der Innenstadt empfangen und wir wurden mit Fahrer und einem großen SUV durch die Stadt zu diversen Sehenswürdigkeiten gefahren. Aufgrund des Verkehrs und der langen Strecke zum Hafen hatten wir sicherheitshalber über das Schiff einen reinen Bus Transfer hin- und zurück in die Innenstadt gebucht. Damit lag das Risiko wieder pünktlich zurück zu sein auf der Schiffs-Seite.

Hong Kong

Hongkong lässt sich prima individuell erkunden - vor allem wenn man wie wir 2 Tage dort ist. Das Cruise Terminal „Kai Tak“ ist etwas außerhalb und hat (noch) keine direkte Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz. Im Halbstundentakt fuhren aber kostenlose Busse zu 2 versch. Einkaufszentren in denen es auch eine U-Bahn Station gibt. Das Wetter war unterträglich heiß und schwül und es hat auch immer mal geregnet, daher haben wir am Ende nicht alles gemacht was wir machen wollen. Wenn ein 4000-Mann Schiff in der Stadt liegt, sind die HopOn-HopOff Busse dermaßen voll, dass man besser unterwegs nicht aussteigt. Und die Wartezeit um mit der Tram auf den Victoria Peak zu fahren sollte man auch nicht unterschätzen - auch nicht mit VIP Pass, denn den hat irgendwie am Ende auch jeder Zweite in der Schlange. Spektakulär war die Einfahrt von Westen über den Victoria Harbour früh morgens mit tollen Ausblicken auf die Skyline. Vom Peak mit einer kleinen Wanderung entlang der Lugard Road (Mückenspray angebracht) kann man das Ganze anschließend nochmal von oben betrachten. U-Bahn fahren ist einfach und wer das dauerhafte online-Leben schätzt kauft sich in HongKong eine Daten-Simkarte die auch für Festland-China freigeschaltet ist. Dies hat später z.B. in Peking den Vorteil, dass man im Roaming-Modus an der chinesischen Great-Firewall "vorbeisurft" und auch z.B. Google und Facebook funktionieren die sonst gesperrt wären.

Xiamen - China

Xiamen ist eine gemütliche chinesische Kleinstadt mit 2 Mio Einwohnern und hat keinerlei westliche Beschilderung geschweige denn Verständigung mit den Einwohnern. Immerhin hatten wir vorher die englischsprachige Tour-Guidin "Selina Chen" vorher gebucht – man erreicht sie über www.mychinainterpreter.com per Whatsapp, Skype etc. Sie ist sehr empfehlenswert und unkompliziert und ohne sie würden wir wahrscheinlich immer noch am Ticket-Schalter für die Fähre stehen. Wir haben uns zuerst die Insel Gulangyu angeschaut die man per Fähre in ca. 15min erreicht. Dort gibt es keine Autos, dafür Golf-Carts für Lauf-Faule. Hier gibt es einen schönen Garten mit Piano-Museum, historische Häuser, (ziemlich dreckige) Strände und ein paar Shops. Nachmittags nach einem Mittagessen in Xiamen haben wir dann noch einen schönen Tempel besichtigt. Fortbewegt haben wir uns mit dem Golf-Cart (Gulangyu), Taxi und Uber - welches zwar in China verboten ist aber trotzdem jeder nutzt.

Seoul - Süd Korea

Seoul ist ebenfalls auch über 1h Fahrt vom Industrie-Hafen Incheon entfernt. Eigentlich war es nichtmal ein Hafen sondern einfach nur eine betonierte Fläche am Meer – weit und breit nichts außer einer Bühne mit Mädels in kurzen Röcken die Gangnam Style performed haben. Vom Schiff ging es über aufeinandergestapelte Container und Brücken und sah etwas behelfsmäßig aus. Die Behörden zogen es vor über 4000 Menschen einzeln auf dem Schiff mit 8 Zollbeamten abzufertigen, Pässe zu stempeln etc. Für Einige bedeutete das über 3h Wartezeit bis sie von Bord kamen, dementsprechend miese Stimmung herrschte am Abend. Wir hatten uns im Vorfeld einer individuellen englischsprachigen privaten Reisegruppe aus dem cruisecritic Forum angeschlossen und hatten mit 17 Personen einen Bus mit Führer. Dazu hatten wir das Privileg, unter den ersten 50 Leuten von Bord gehen zu können - noch vor den Schiffstouren - da unsere Tour-Organisatorrin frühzeitig mit dem Concierge des Schiffes "verhandelte". Seoul selbst erschien uns nicht ganz so stressig - es hatte aber viel geregnet und incl. Mittagessen hatten wir letztlich nur sehr wenig Zeit. Auch ein Besuch in Chinatown in Incheon Stand am Ende noch auf dem Programm. Der Veranstalter war „HERE Korea“ und unsere Reiseleiterin hieß SUNNY – sie ist superlustig und ebenfalls empfehlenswert.

Peking - China

Und hier endete die Schiffs-Reise leider auch schon wieder. Der Hafen Tianjin liegt ca. 2h von Peking entfernt. Der Transfer und der weitere Reiseverlauf war Bestandteil des gebuchten Packages. Am Cruise-Terminal wartete unser Tourguide „Boris“ auf uns, der uns die nächsten 3 Tage bespaßte und erst dann wieder von uns ließ, als der Letzte aus der Reisegruppe am Flughafen in den Sicherheitsbereich ging. In der Zeit in Peking standen viele interessante Sightseeing Punkte auf dem Programm – Kaiserpalast, Himmelstempel, schweißtreibende Erklimmung der chinesischen Mauer, Besuch der Ming-Gräber und des Seelenwegs, olympische Stadt, Abendessen mit Peking Ente, Nachtmarkt und einen abendlichen Rundgang durch ein chinesisches Ausgehviertel. Während den Rundfahrten gab es immer mal Stops in einer Teefabrik, Seidenfabrik, Mega-Souvenirshop etc. Das war zwar kurzzeitig interessant, aber letztlich immer Verkaufs-Locations zu denen täglich Unmengen an Touristen-Bussen gekarrt werden. Wettertechnisch hatten wir viel Glück und die Staubmaske aus dem Baumarkt konnte im Koffer bleiben. Es war mit 30-33 Grad zwar sehr warm, aber die Luft war supertrocken, es ging leichter Wind und der Himmel war sogar blau. Von Smog keine Spur – so was gibt es angeblich nicht so oft.

Kommentare zum Reisealbum

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