Schiffsbesichtigung der Norwegian Star: ein einmaliger Samstagnachmittag im Hafen von Warnemünde

Ein Reisealbum von daniela

Es war einmal ein wunderbares Juliwochenende in Warnemünde …

Nach einem super relaxten Samstagvormittag schlendern wir mit ein paar frischen Sommersprossen im Gesicht, Meersalz auf unserer Haut und Ostseesand in den Sandalen zum Passagierkai, um dort die Norwegian Star auf ihrer Position zu bewundern. Schon auf dem Weg dorthin zeigt sich der Stern der Norwegian Cruise Line immer mal wieder zwischen Häusern oder ragt mit seiner Höhe von 12 Passagierdecks über die sommergrünen Baumwipfel hinaus. Pünktlich um kurz vor 16 Uhr sitzen wir, aufgeregt und voller Erwartung auf das elegante, vor uns liegende Schiff, am Kai und warten gespannt auf unsere Verabredung. Nur wenige Minuten später werden wir herzlich von einem charmanten, lebenslustigen Mitarbeiter der Norwegian Cruise Line begrüßt und, nachdem alle Expedienten eingetrudelt waren, auf das Schiff begleitet.

Entdeckungstour auf der Norwegian Star

Ausgestattet mit einem Visitor-Ausweis und einem NCL-Crew Schlüsselband fühlen wir uns wie ein ganz besonderer Gast an Bord und sogar fast wie ein Crew-Mitglied auf Zeit. Nun kann unsere lang ersehnte Tour über das amerikanische Kreuzfahrtschiff endlich beginnen. Zunächst einmal wird uns Monica aus Peru vorgestellt, die uns eine deutschsprachige Tour über die Star geben wird – ohne sie wären wir auf dem großen Schiff mit all den Gängen, Treppen, Bars und Restaurants sicher verloren. Als Erstes führt uns Monica zum schiffseigenen Theater „Stardust“ auf Deck 6. Hier ist schon der Weg zum Zuschauerraum ein absoluter Hingucker: Umrahmt von den verschiedensten Theaterplakaten wird der Schiffsgast liebevoll auf das Unterhaltungsprogramm vorbereitet. Doch im Zuschauerraum angekommen, wartet das Highlight: Vor uns erstreckt sich ein Theaterraum in roter und goldener Farbe mit kleinen Details und einer Decke mit vielen Lichtern, die unweigerlich an einen Sternenhimmel erinnert. In dem barrierefreien Theater finden rund 909 Passagiere einen Platz und im vielfältigen Programm des Schiffsensembles kommt jeder einmal in den Genuss eines einzigartigen Stücks oder einer faszinierenden Show.

Las Vegas trifft Warnemünde

Die nächste Station unserer Tour auf Deck 6 ist das riesige Kasino à la Las Vegas Manier, welches auf einem typisch amerikanischen Kreuzfahrtschiff selbstverständlich niemals fehlen sollte. In der großen Spielhalle befinden sich neben den klassischen Spielautomaten ebenso unzählige Möglichkeiten, sich außerdem noch bei Black Jack, Poker, Roulette oder anderen Würfelspielen zu vergnügen und sein Glück mal ein bisschen herauszufordern. Noch völlig überwältigt von der „schwimmenden Spielhölle“ treibt uns unser Weg übers Schiff weiter zu den ersten kulinarischen Verführungen der Norwegian Star. Elegant und eng miteinander verknüpft liegen die Piano-Bar Gatsby’s, die Weinbar Wine Cellar, das traditionell italienische Restaurant La Cucina sowie das nostalgisch angehauchte französische Restaurant Le Bistro vor uns. Sowohl die beiden À-la-carte-Restaurants als auch die beiden Bars gefallen uns sofort, besonders das beleuchtete Deckenbild springt uns direkt ins Auge. Zeit, tatsächlich einen Drink zu schlürfen, bleibt uns leider nicht, denn Monica entführt uns auf einen Abstecher zu den Hauptrestaurants Aqua, welches mit frischen, künstlerischen Bildern gestaltet ist, und Versailles, das durch seinen prunkvoll-feudalen Stil besticht. Sie erklärt uns, dass hier alle Passagiere im Rahmen ihres All Inclusive-Pakets essen können und dass die Schiffsgäste außerdem rund um die Uhr die Möglichkeit haben, etwas zu essen. Sie verrät uns auch schon mal, dass unser späteres Dinner im Versailles stattfinden wird – spätestens jetzt läuft uns ordentlich das Wasser im Munde zusammen. Na dann, auf zu den restlichen Sehenswürdigkeiten der fünfzehn Jahre alten Schiffslady!

Auf Wolke, pardon, Deck 7

Es geht genau ein Stockwerk höher für uns, obwohl wir, zugebenermaßen, schon längst die Orientierung verloren haben. Zum Glück haben wir ja Monica, die uns zunächst einmal auf einen Ausflug zum wunderschönen, lichtdurchfluteten Atrium mitnimmt, das künstlerisch gestaltet ist und dabei ein Café, ein Schmuckgeschäft, die Rezeption sowie die offenen Bereiche des Decks darüber fantasievoll miteinander verbindet. Vom Atrium aus ging es dann über die kleine bordeigene Shopping-Mall und den Foto-Shop zur Spinnaker Lounge, eine stilvolle, aber gemütliche Bar zum abendlichen Genießen von kühlen Drinks. Doch natürlich gibt’s auch auf Deck 7 noch eine andere Bar, die regelrecht zum Cocktailschlürfen einlädt: die 5 o’clock Somewhere Bar mit separater Raucherlounge im Außenbereich. Wie der Name schon sagt, gibt’s in der Bar mit Surfer-Atmosphäre, egal wo man sich gerade befindet, immer einen leckeren Margarita und lässige Tropenklänge. Nach einem weiteren Bord-Spaziergang sind wir am Restaurant Ginza angelangt, das in eine Sake-, eine Sushi-Bar und in ein Teppanyaki-Restaurant aufgeteilt ist. So langsam dämmert es uns also auch: Wir sind im Schlaraffenland angekommen – schade, dass wir nicht länger bleiben können.

Auf zu den letzten Stationen

Schnellen Schrittes geht es für uns weiter zur Besichtigung der letzten zwei Decks, inzwischen sind wir leider schon etwas zu spät dran, aber es gibt einfach so viel zu sehen auf der Norwegian Star. Da wir durch unseren Schiffsrundgang eindeutig schon mehr als genug Fitness für diesen Tag hatten, werfen wir nur einen kurzen Blick auf die verschwitzten Körper auf den Spinning-Rädern direkt hinter dem Eingang des Fitnesscenters. In Hinblick auf unser bevorstehendes Vier-Gänge-Menü meldet sich bei diesem Anblick mein schlechtes Gewissen – zum Glück nur kurz, denn der wunderschöne Spa-Bereich schafft es doch, mich in kürzester Zeit wieder von meinen Gedanken abzulenken. Was für ein Jammer, dass wir nicht zwei Stunden länger hier bleiben – denn eine ausgiebige Fußmassage – das wär’s jetzt! Aber genug von Wellness geträumt, zurück auf Deck 12 dürfen wir einen kurzen Blick in die kleine schiffseigene Bibliothek werfen, bevor wir den Poolbereich mit der Topsiders Bar & Grill inspizieren können. Nebst all den wunderbaren Locations auf dem Schiff kann der Poolbereich leider nicht ganz mithalten: Der Pool selbst ist leider etwas kleiner als erwartet und das Pooldeck allgemein etwas ungemütlich – schon ein paar liebvolle Details wie Pflanzen oder moderne Stilelemente könnten den Bereich hier deutlich aufwerten. Darüber hinaus ist der Bereich am Pool und der Bar ein Raucherbereich – was Nichtraucher, besonders beim Essen und beim Relaxen, als störend empfinden könnten. Die letzte Location, die wir besichtigen, bevor Monica sich von uns verabschiedet, ist das Buffetrestaurant Market Café, in dem sich die Schiffsgäste nach Belieben selbst bedienen können. Passend zum Halt in Warnemünde gibt es heute ein deutsches Buffet mit Laugenbrötchen, Brezeln und Wurst. Wenn auch ohne Kostprobe sieht das Buffet sehr lecker und reichhaltig aus, sodass hier jeder Passagier fündig wird. Allerdings fühlt sich auch das Market Café etwas ungemütlich an, ich habe eher das Gefühl, in einer Kantine zu sein. Alles, was hier meiner Meinung nach fehlt, wären ein paar kreative und frische Dekorationen, wie zum Beispiel kleine Pflanzen, Stuhlkissen und ein paar passende Bilder an den Wänden. Bedauerlicherweise können wir uns heute keine Kabine anschauen, da alle Kabinen ausgebucht sind. Was soll’s, auf diesem Weg geht’s wenigstens gleich zum Dinner.

It’s Dinnertime

Nachdem sich Monica bei uns bedankt und sich verabschiedet hat, geht’s für uns zurück ins Versailles auf Deck 6. Zum Glück kann an dem fein gedeckten Tisch mit Ausblick auf die Warnemünder Küste niemand meinen Magen knurren hören. Mit dem Blick in die Karte steigt meine Vorfreude auf das Essen noch mehr. Die Auswahl fällt schwer, aber ich entschiede mich für eine Garnelen-Minestrone, Lachs-Tartar und Flunder nach Mailänder Art – und ich muss zugeben, dass man das Lachs-Tartar kaum besser hätte machen können. Nach diesen maritimen Genüssen lächelt mich als Krönung des Menüs sogar noch ein himmlisches Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern, Stracciatella-Eis und Erdbeer-Kompott an. Satt, glücklich und betört von dem süßen Dessert neigt sich für uns das Abendessen dem Ende zu. Nach einer herzlichen Verabschiedung durch die Crew verlassen wir die Star nun in Richtung Sonnenuntergang, bevor auch die Norwegian Star Warnemünde ohne uns an Bord verlassen wird. Vielen lieben Dank für dieses tolle Geschenk Norwegian Cruise Line! Wir sehen uns bestimmt bald wieder auf dem „Schiff der unendlichen Möglichkeiten“!

Kommentare zum Reisealbum

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf eine neuere Version oder verwenden Sie einen anderen, aktuelleren Browser (Firefox, Google Chrome oder Opera).