Unglaublich, aber wahr – diese Passagiere gibt es wirklich

von Navina @ kreuzfahrt.de

Auf modernen Ozeanriesen passieren die unglaublichsten Geschichten

Als erfahrene Kreuzfahrer sind wir schon so einigen auffälligen Passagieren begegnet, doch manche Geschichten lassen auch uns noch aufhorchen. Freu Dich auf unglaubliche und unterhaltsame Situationen, die sich tatsächlich so an Bord zugetragen haben.

Nach Sturz vom Balkon ins offene Meer: Frau verklagt Carnival Cruise Line

Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und somit auch das Land der unmöglichsten Kreuzfahrer? Das wird sich eventuell die Reederei Carnival Cruise Line gedacht haben, nachdem eine Klage einer 30-jährigen Passagierin eingegangen ist.

Die Frau hat auf der Carnival Destiny, der heutigen Carnival Sunshine, ihren 30. Geburtstag gefeiert und stürzte nach einigen Drinks an der Bar von ihrem Balkon ins offene Meer.

In der Klageschrift heißt es genau, dass der Barkeeper schuld sein soll an dem Unfall – klar, wer den Alkohol ausschenkt, ist letztendlich für die Folgen verantwortlich – oder doch nicht?

Ein weiterer Grund für die Anklage war, dass sie erst nach rund zwei Stunden aus dem Wasser gefischt wurde und die medizinische Versorgung, trotz ihrer starken Verletzungen, nur  Schmerzmittel beinhaltete.

Wer hier wohl Recht bekommt? In Amerika ist alles möglich!

Den Lebensabend auf hoher See verbringen: Rentnerin lebt auf Crystal Serenity

Diese Geschichte ist eher zum Schmunzeln und auch ein wenig romantisch. Lee Wachtstetter, eigentlich eine gewöhnliche ältere Dame, hat nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1997 ihr Anwesen in Fort Lauderdale verkauft und ging, nicht wie erwartet in ein Seniorenheim, sondern auf hohe See.

Die Kreuzfahrerei war ein gemeinsames Hobby des Paares und da ihr Mann sich wünschte, sie würde weiterhin in See stechen, entschied sich Lee für ein Leben auf einem Kreuzfahrtschiff.

Drei Jahre lang lebte sie auf einem Schiff der Holland America Line, doch nachdem das Gentlemen-Host-Programm dort eingestellt wurde, wechselte sie auf die Cryssal Serenity, denn ein Tanz nach dem Dinner mit einem netten Mann - das gehört für Lee einfach dazu!

Für etwa 450 $ pro Tag lässt es sich an Bord sehr gut leben. Lee bewohnt eine Deluxe-Außenkabine auf Deck 7, dem Promenadendeck. Sie nimmt an Cocktail-Partys teil und lässt sich gerne in den Spezialitätenrestaurants verwöhnen. Bei der Crew ist sie mittlerweile bekannt und wird liebevoll „Mama Lee“ genannt.

Nach über 15 Weltreisen und mehr als 200 Kreuzfahrten, kennt sie fast jeden Hafen der Welt und geht nur noch selten an Land. Doch wenn die Crystal Serenity Miami ansteuert, dann besucht sie ihre sieben Enkelkinder.

Ein Leben an Land? Für Lee Wachtstetter kaum noch vorstellbar …

Teurer Spaß: Angriff mit dem Laserpointer wird bestraft

Manchmal kann man nur noch den Kopf schütteln: Ein Passagier einer Fähre fand es lustig, die nautischen Offiziere auf der Schiffsbrücke mit einem Laserpointer abzulenken – die Folgen für die Offiziere und die möglichen Folgen für alle Passagiere einschließlich ihm selbst, hat der Mann wohl nicht bedacht.

Im April 2016 wurde der Amerikaner im US-Bundesstaat Washington dafür bereits zu einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 $ verklagt. Das Strafmaß wurde jetzt jedoch angepasst: 9500 $ Geldstrafe, je 3500 $ Schmerzensgeld für die beiden verletzten Offiziere, 240 Sozialstunden und 15 Tage Haft.

Die Gericht begründet das Strafmaß damit, dass der Mann nicht nur die Offiziere verletzt hat, sondern alle Gäste der Fähre, so auch sich selbst, in Gefahr gebracht hat.

Solch eine unbedachte Handlung ist wirklich unmöglich!

Whirlpool-Prügelei an Bord der Norwegian Sky

Wie auch in unserer ersten Geschichte, spielt hier erhöhter Alkoholkonsum eine große Rolle: Ein betrunkener Mann hat den Whirlpool auf der Norwegian Sky so sehr genossen, dass er gar nicht mehr raus wollte – schon gar nicht auf Aufforderung!

Nachdem der Mann nicht hören wollte, hat die Security versucht, ihn an den Haaren aus dem Whirlpool zu ziehen, der Versuch scheiterte jedoch und der betrunkene Mann spritzte die Security mit Wasser ab. Zunächst bekam man ihn aus dem Whirlpool heraus, doch auch mit Hilfe von zwei Gästen konnte er nicht beruhigt werden und forderte die Sicherheitsmänner sogar zum Kampf heraus.

Letztendlich endete der Kampf damit, dass die Security sowie der Mann allesamt im Whirlpool landeten – ärgerlich für den Mann, der mit großer Wahrscheinlichkeit das Schiff im nächsten Hafen verlassen musste, aber umso unterhaltsamer für die zuschauenden Gäste.

Dies werden sicherlich nicht die letzten Geschichten von unmöglichen, lustigen oder einfach nur unterhaltsamen Gästen an Bord sein …

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