Geheimtipp: Pittoreske Hafenorte

von Navina @ kreuzfahrt.de

Calvi auf Korsika

Der kleine Hafenort, gelegen im Nordwesten Korsikas, bietet seinen Besuchern Historie und französisches Flair. Die Zitadelle, welche aus dem 15. Jahrhundert stammt und mit ihren Bastionen aus dem Bild des Ortes heraussticht, liegt mit ihren typisch mediterranen Häusern und dem Hafen oberhalb der Stadt. Mit den großen, luxuriösen Yachten und kleineren Segelbooten, die alle im Sommer einen Anlegeplatz ergattern möchten, erinnert Calvis Hafen jedoch eher an den Charme und den Stil der französischen Riviera, als an einen kleinen idyllischen Hafen.

Ein Stadtrundgang durch Calvi beginnt am besten auf dem wichtigsten Platz der Stadt, dem Place Christophe-Colomb: Was hat Calvi denn mit Christoph Kolubus zu tun? Nun ja, auch Calvi zählt zu den Städten in Europa, darunter weitere in Italien, Spanien und Portugal, die behaupten, Geburtsort des berühmten Weltumseglers zu sein. Über eine Zugbrücke gelangt man zu der riesigen Zitadelle, die auf einem wuchtigen Felsen hoch über dem Golf von Calvi thront. Im Mittelalter war man hier gegen Angreifer geschützt, denn die dicken Mauern, verstärkt durch drei Bastionen, machten ein Eindringen fast unmöglich. Heute ergibt sich für die Besucher der Zitadelle ein wunderschöner und friedlicher Panoramablick in Richtung Punta de la Rivellata im Westen und Punta di Spano im Osten.

Der Rundgang durch die Stadt zeigt auch die zwei Gesichter des Hafenortes: Wirkt die Oberstadt, mit ihren dunklen, engen Gassen eher ruhig und verschlafen, wird es in der Unterstadt, in der Nähe des Hafens und des Strandes schon viel lebendiger. Auf der Quai Landry und der Rue Georges Clemenceau ist immer viel Trubel und auch die Anwohner selbst feiern gerne: So gibt es zahlreiche Festivals und Konzerte in den Gassen, den Bars und Hafenrestaurants, das ganze Jahr über.

La Digue auf den Seychellen

La Digue ist die kleinste der drei bewohnten Seychellen-Inseln und sie ist sehr idyllisch und wunderschön. Ihren Namen verdankt die Insel dem Entdecker Marion Dufresne, der sie im Jahre 1768 auf den Namen La Digue taufte, nicht sehr originell, nach einem seiner Schiffe.

Den Charme aus dem 18. Jahrhundert hat die Insel allerdings beibehalten: Hier scheint wirklich die Zeit stillzustehen. Die Diguois, so werden die rund 2200 Einwohner der Insel genannt, bewegen sich meistens mit Fahrrad fort und als besonderer Clou wird für Touristen der Ochsenkarren aus vergangenen Tagen genutzt. Autos gibt es kaum und wenn doch, dann sind es meistens die Taxis für die Hotels. Doch sind diese auf der kleinen Insel auch nicht vorteilhaft: Es gibt nur wenige befestigte Straßen und mit dem Fahrrad ist alles bequem zu erreichen. Die Natur dankt es ihren Bewohnern.

Auch der Hafen von La Digue passt perfekt zu der kleinen Seychellen-Insel. Ein paar Luxusyachten, die die Ruhe und Abgeschiedenheit zu schätzen wissen, kommen hier zwar auch hin, aber  hauptsächlich sind hier Fischerboote zu sehen. Diese fahren früh morgens zur See und kommen nachmittags mit fangfrischem Fisch im Schlepptau wieder. Die Qualität der Fischgerichte in den Hotels und Restaurants ist daher hervorragend und auch die frischen Früchte und das Gemüse sind köstlich.

Doch nicht nur die Stadt und der Hafen machen La Digue zu einer Insel mit absolutem Suchtpotenzial. Die perfekten Strände mit türkisblauem Wasser und feinem Sand, sind einen Besuch wert und auch die Umgebung und Natur ziehen die Besucher schnell in ihren Bann. Vanillepflanzen, Orchideen und Kokospalmen sind überall zu entdecken. Ebenfalls ist die Willkommenskultur der Diguois ansteckend: Jeder grüßt jeden und fragt sogleich auch nach dem Wohlbefinden – und dies ist hier nicht einfach nur eine höfliche Floskel, sondern wahres Interesse an den Mitmenschen.

Punta Vicente Roca auf den Galapagosinseln

Dramatische Gesteinsformationen und verschiedene Farbschichten in den Felsen, so sieht Punta Vicente Roca von oben aus. Der Hafenort liegt auf der Isla Isabela, der größten Galapagosinsel. Doch gibt es aus der Vogelperspektive noch mehr zu sehen: Ähnelt die Isla Isabela einem Seepferdchen, so formt Punta Vicente Roca das Maul. Die Landschaft ist von sechs Vulkanen geprägt, von denen der Vulkan Ecuador sich deutlich hervorhebt und besonders imposant hervorsticht.

Aber die wahre Schönheit zeigt sich erst unter der Oberfläche, besser gesagt unter der Wasseroberfläche. Hier gibt es sehr viel für Besucher zu entdecken, sogar drei einheimische Spezies: Die Schwarzstreifen Salemas, ein Fisch, der sich nur in einem riesigen Schwarm bestehend aus Millionen von Fischen, zeigt. Dann gibt die Galapagos Seelöwen, die sich an den Stränden der Isla Isabela gerne sonnenbaden und die Galapagos Pinguine, die zur Gattung der Brillenpinguine gehören und eine Rarität ihrer Art darstellen.

Walvis Bay in Namibia

Die Landschaft und Natur in Südafrika ist atemberaubend schön. Walvis Bay liegt besonders idyllisch: Der Ort ist an einer weitläufigen Lagune situiert, die eine Vielzahl an Flamingos und Seevögeln beherbergt. Nicht nur optisch ist die Lagune ein Highlight in Walvis Bay. Sie zählt ebenfalls zu den wichtigen Feuchtgebieten in dieser Region und dient als sicherer Ort zum Überwintern für viele Zugvögel. Zudem gibt es in Walvis Bay die „Dune 7“ am Stadtstrand. Es ist die mit Abstand höchste Sanddüne und einmal oben angekommen, wird man mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt.

Wer eine einzigartige Erfahrung machen möchte, der sollte den abenteuerlichen Trip zum 48 km entfernten Sandwich Harbour wagen. Er findet sich in einer Frischwasser-Lagune wieder, die von Dünen umgeben ist und ein besonders beliebtes Ziel unter Anglern und Ornithologen darstellt.

Einen Besuch wert ist auch das lokale Museum im Gemeindezentrum  und das Vogelkundemuseum . Im Ortskern findet sich ebenfalls eine Missionskirche aus dem Jahre 1880. Auch geschichtlich hat die namibische Stadt interessante Entwicklungen erlebt. Entdeckt im Jahre 1487 von Diaz, wurde sie doch erst 1793 von den Niederländern offiziell als Stadt anerkannt und später von den Briten übernommen. Auch das 20. Jahrhundert war für Walvis Bay eine bewegte Zeit. Nach der Unabhängigkeit Namibias, blieb der einzige Tiefseehafen an der Küste jedoch unter südafrikanischer Verwaltung und wurde erst 1994 vom ehemaligen Präsidenten F.W. de Klerk an Namibia zurückgegeben.

St. Kitts in der Karibik

Die karibische Insel St. Kitts hat wirklich alles zu bieten. Eine betörende Mischung aus Meer, atemberaubender Vegetation, viel Sonne und viel Kultur sowie Luxus.  Doch, ähnlich wie auf La Digue, ist hier die Zeit ein Stück weit stehen geblieben zu sein. Gäste auf St. Kitts können noch die ursprüngliche Natur erleben und in das typische Leben der Einwohner eintauchen.

In der Mitte der Insel gelegen ist der Mount Liamuiga. Der inaktive Vulkan ist von Wolken umgeben und vom dichten Gezweig des Dschungels bedeckt. So versprüht er eine sagenumwobene Atmosphäre und zieht jeden in seinen Bann. Insgesamt wirkt St. Kitts eher wie eine Insel im Südpazifik als eine karibische Perle.

In St. Kitts angekommen, wird auch die Nachbarinsel Nevis bald bekannt sein. Beide Inseln erfreuen ihre Besucher mit einer Kombination an weißen, feinen Sandstränden, wunderschönen Bergen, einer reichen Geschichte und sportlichen Aktivitäten.

Kap Hoorn an der Südspitze Südamerikas

Einst von Seefahrern mit dunklen Legenden belegt und gefürchtet, ist die südlichste Spitze des amerikanischen Kontinents immer noch ein stürmischer Ort. Damit hat sich der Mythos um Kap Hoorn bis heute gehalten. Die Legende um die Isla Hornos, sie sei der größte Schiffsfriedhof der Weltmeere, wird sich auch heutzutage noch erzählt. Dies ist jedoch auch begründet: Rund 800 Schiffe sollen auf dem Meeresgrund der Gewässer liegen. Die Ursachen sind weniger mythisch oder legendär: Die alten Segelschiffe gerieten meist in starke Stürme, heimtückische Wellen oder wurden von unterirdischen Strömen erfasst. Aber was sollten die Seefahrer in früheren Zeiten machen? Den Panamakanal gab es noch nicht und die nördlichere Magellanstraße war für die Windjammer nicht befahrbar.

Heute ist die Südspitze Südamerikas jedoch ohne Gefahr zu erreichen und es ist ein wunderschönes Fleckchen Erde. Die Landschaft und vor allem die Artenvielfalt sind erstaunlich. Geprägt durch Felsen und raue Küsten, fügt sich Kap Hoorn in das fast antarktische Klima ein. So wurde 1945 der Nationalpark Kap Hoorn gegründet, ein chilenisches Naturschutzgebiet. Die Pflanzenwelt besteht aus der Magellan-Südbuche, dem Canelo-Baum und Antarktischer Steinbuche. Auch die Tierwelt lässt sich an der Küste bestaunen. Dort tummeln sich Seeleoparden, Mähnenrobben und südliche See-Elefanten sowie diverse Delfinarten. Seit 2005 zählt dieser zum einem Biosphärenreservat der UNESCO.

Kap Hoorn ist wirklich eine Destination für Entdecker und Abenteurer, aber die Flora und Fauna bedankt sich bei ihren Besuchern mit einer Vielfalt und Ausblicken, die nicht von dieser Welt erscheinen.

Fakarava in Französisch-Polynesien

Es ist das Paradies – sogar der Spitzname Fakaravas lässt dies schon vermuten: „Die Himmlische“ wird sie aufgrund ihrer azurblauen Lagune genannt, die so scheint, als würde sie in den Himmel übergehen.  Das Atoll ist sehr ursprünglich und die 810 Einwohner legen auch großen Wert darauf. Es finden sich hier nur wenige Pensionen und familiäre Gasthäuser, ist also nichts für einen luxuriösen Urlaub. Auch Geldautomaten und Banken sind hier nicht ansässig! Doch Ruhesuchende sowie abenteuerlustige Taucher und Entdecker sind hier am perfekten Ort angekommen.

Ob ein entspannender Aufenthalt am traumhaften Strand aus Korallensand und ein wenig Crusoe-Feeling mit einer Fahrt auf einer polynesischen Piroge, oder doch lieber ein Tauchgang? Die meisten Besucher des Atolls sind Taucher und Wassersportler. Die Unterwasserwelt ist auch eine Reise wert: Hammerhaie, Adlerrochen, Grauhaie sowie Schildkröten, Delfine, Barrakudas und Korallen in vielen Farben sind hier anzutreffen.

Landliebhaber sollten den Ort Rotoava besuchen. Auf dem nördlichsten Motu gelegen, stellt dieser das touristische Zentrum dar. Und die Hauptstadt Tetamanu im Süden Fakaravas ist einen Abstecher wert. Besonders interessant und lohnenswert ist ein Ausflug zu einer Perlenfarm. Immerhin sind spielen Perlen für die Ökonomie Französisch-Polynesiens eine große Rolle. Oder ein sportlicher Ausflug in die Natur: Eine Fahrradtour auf der einzigen asphaltierten Straße des Atolls bietet am Ende mehr zu entdecken und hautnah zu erleben, als es zunächst den Eindruck machen mag.

Doch auch an alle Landratten, die sich auf, aber nicht unter der Wasseroberfläche wohl fühlen: Die riesige Lagune im Norden der Insel bietet eine unglaubliche Artenvielfalt unter Wasser und ist deshalb bei Tauchern so beliebt. Zudem gehört dieses Gebiet zu einem geschützten Öko-System und zählt zu den UNESCO Biosphärenreservaten.

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