Kleines Schmankerl gefällig? Österreichische Spezialitäten

von Daniela @ kreuzfahrt.de

Knödel findet man auf fast jeder Speisekarte in Österreich
Knödel sind ein fester Bestandteil der österreichischen Küche

Österreich – unser deutschsprachiges Nachbarland ist vor allem für seine bergische Idylle und seine exzellenten Skigebiete bekannt. Doch geprägt durch seine vielen verschiedenen geschichtlichen Einflüsse, hat das südlich von Deutschland gelegene Land geschmacklich so einiges zu bieten. Heute wollen wir Dich mitnehmen – auf eine genussvolle Reise zu den österreichischen Spezialitäten und Köstlichkeiten. Wer weiß, wann es Dich einmal in das hinreißend schöne Land in den Bergen zieht?

 

Die österreichische Esskultur

Was die Essensgewohnheiten angeht, sind unsere Nachbarn aus dem Süden aus demselben Holz geschnitzt wie wir. Die Hauptmahlzeiten sind Frühstück, Mittag und das Abendessen, wobei, genau wie bei uns, meist zum Mittag warm gegessen wird. Außerdem schlemmen die Österreicher gerne üppige Hausmannskost und süße Nachspeisen – hier gibt es allerdings schon einige Unterschiede zu unserer Hausmannskost und die sind jede Sünde wert …

 

Entdecke die traditionellen österreichischen Spezialitäten

Das Frühstück und die Zehnerjause

Hefezopf gibt es in Österreich oft zum Frühstück
Zum Frühstück gibt es meist Hefezopf

Auch der österreichische Frühstückstisch ähnelt dem unseren – zumindest auf den ersten Blick. Die Österreicher trinken zum Frühstück zwar auch gerne mal einen Kaffee, genießen jedoch viel lieber eine gute Tasse Tee zu ihrem gesüßten oder ungesüßten Hefezopf. Viele Einwohner der östlichen Alpenrepublik verzichten allerdings auch komplett auf ihr Frühstück und verschieben ihre erste Mahlzeit auf die so genannte Zehnerjause oder auf gut Deutsch die Zehn-Uhr-Pause.

 

Die Jause – die österreichische Pause

Ab und zu sollte man sich auch mal ein Päuschen gönnen – denn sind wir mal ehrlich, für eine Brotzeit ist doch immer Zeit! Zur Jause lässt man es sich mit Semmeln und Speck, Käse, Liptauer und Leberkäse gut gehen. Ab und an gibt es zur Jause allerdings auch kleinere Gerichte wie Gulasch, saure Extrawurst (eine österreichische Brühwurstsorte) mit Zwiebeln, Bosna und Käsekrainer.

 

Das Mittag- und das Abendessen

Im schönen österreichischen Land wird normalerweise auch eher mittags, manchmal aber abends warm gegessen. Ähnlich wie wir Deutschen, essen die Österreicher gern deftig – zu besonderen Anlässen darf es dann auch mal ein Menü aus mehreren Gängen sein. Bei so vielen kulinarischen Spezialitäten fällt die Wahl, was letztendlich auf den Teller kommen soll, aber auch gehörig schwer.

 

Die Vorspeise

Suppe mit Leberknödel als Suppeneinlage
Beliebte Suppeneinlage: Leberknödel

In der österreichischen Küche geht es schon mit der Vorspeise deftig los, besonders im Herbst und im Winter sind die heißen, kräftigen Suppen, die fest zur Küche unserer südöstlichen Nachbarn gehören, genau das Richtige. Ein echter Klassiker ist beispielsweise Leberknödelsuppe, die in den meisten Fällen aus Rindsleber, Ei und verschiedenen Kräutern besteht und in einer Kraftbrühe zubereitet wird. Die Leberknödelsuppe ist auch in Süddeutschland, Tschechien und Slowenien weit verbreitet, was den Einfluss des Böhmischen auf die österreichisch-deutsche Küche verdeutlicht.

 

Neben der Leberknödelsuppe, sind auch weitere Brühsuppen mit verschiedenen Einlagen auf österreichischen Tafeln gern gesehen. Weit verbreitet sind zum Beispiel Suppeneinlagen wie Kaspressknödel, die aus Knödelbrot und Käse bestehen, Grießknockerln, kleine längliche Klöße aus Grieß, oder Frittaten, die sich hierzulande Pfannkuchen nennen.

Original österreichisch ist auch die Bregenzwälder Käsesuppe, eine reichhaltige Suppe aus Schmalz, Zwiebel, Mehl, Wasser, Milch, Bergkäse und verschiedenen Gewürzen. Wer es dann doch etwas leichter mag, wird den Tafelspitz-Salat lieben, er besteht zum größten Teil aus unterschiedlichem Gemüse, Eiern und traditionell zubereitetem Tafelspitz und ist ein unglaublich guter Appetitanreger.

 

Die Hauptspeise

Bei der Hauptspeise geht es ums Eingemachte, frei nach dem Motto: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Die österreichische Küche bietet eine vielfältige Auswahl an köstlich-deftig Gerichten, bei denen man am besten nicht allzu sehr auf seine schlanke Linie gucken sollte.

 

Die österreichischen Spätzle: Käsknöpfle
Ein österreichischer Traum: Käsknöpfle

Traditionell und typisch für das südöstlich von Deutschland gelegene Alpenland sind Teiggerichte mit Käse und Butter – die in allen möglichen Variationen angeboten werden. Weit über die Landesgrenzen bekannt sind beispielsweise Tiroler Knödel aus Knödelbrot, Milch, Dauerwurst, Eiern, Zwiebeln, Butter, Petersilie, Mehl und verschiedenen Gewürzen; Kasknockn – leckere Käseteigklößchen aus den Grundzutaten Butter, Toastbrot, Parmesan- und Bergkäse, Eiern, Milch und Mehl; Kärntner Kasnudeln, die den italienischen Ravioli ähneln und mit Kartoffeln, Quark und verschiedenen Kräutern gefüllt werden; sowie die Käsknöpfle aus Vorarlberg, die bei uns auf den Namen Käsespätzle hören.

Eine wahre Freude für alle Vegetarier sind außerdem die berühmten Krautfleckerl – dieses Gericht wird aus Fleckerln, einer österreichischen Nudelsorte, und Weißkraut zubereitet, das in Weißwein, Zwiebeln, Öl und Bouillon geschmort wird. Einen einmaligen Geschmack bietet allerdings auch die Breznsuppe, eine österreichische Köstlichkeit aus hellen Suppenbrezen, einer Gemüse- oder auch Rindsbouillon, Käse, Butter und Zwiebeln. Wer wird da nicht schwach?

Eine Spezialität aus der Wiener Küche: das Wiener Schnitzel
Wiener Schnitzel - das Nationalgericht Österreichs

Aber keine Sorge, natürlich soll in Österreich auch keiner zu kurz kommen, der gerne Fleisch ist. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht da natürlich das berühmt-berüchtigte Wiener Schnitzel, natürlich ganz traditionell mit Kalbsrücken. Das Stück mit der köstlichen Panade soll einer Legende nach allerdings gar nicht zuerst in Österreich, sondern im schönen Italien zubereitet worden sein. Angeblich wurde das ursprüngliche „Cotoletta alla milanese“ erst 1857 vom Feldmarschall Radetzky aus dem italienischen Nachbarland mitgebracht und nach kleineren Abwandlungen als Wiener Schnitzel bezeichnet. Einige Sprachforscher wollen der Legende allerdings, aufgrund von Schriftzeugnissen wie alten Kochbüchern, keinen Glauben schenken. Letztlich ist ja auch der Geschmack eines Gerichts entscheidend und zum Glück nicht seine Herkunftsgeschichte.

Das Fiakergulasch ist durch ungarische Einflüsse entstanden
Ungarische Einflüsse im Fiakergulasch

Die österreichische Küche wurde allerdings nicht nur von der Kulinarik Italiens, sondern auch von ungarischen Einflüssen geprägt – und so kommt es, dass auch das Fiakergulasch ein wichtiges Nationalgericht der Österreicher darstellt. Das Gulasch wird traditionell aus Rindfleisch, Zwiebeln, Schmalz, Paprikapulver, Essig, Paradeismark, Knoblauch, Frankfurter Würstchen, Butter, Eiern, Essiggürkchen und verschiedenen Gewürzen zubereitet. Somit greift dieses österreichische Gulasch-Rezept ungarische, aber auch Elemente der deutschen Küche auf.

Während eines Aufenthalts in Österreich kommt man allerdings auch am Steirischen Backhendl nicht vorbei. Hierbei handelt es sich um ein recht einfaches, aber nicht minder leckeres Backhähnchen aus dem Ofen. Ein Klassiker, den jeder einmal probiert haben sollte.

 

Die Nachspeise

Kaiserschmarrn ist eine beliebte österreische Spezialität
Jeder kennt und liebt ihn: Kaiserschmarrn

Was die österreichischen Nachspeisen und Desserts angeht, wird wohl selbst das populäre Wiener Schnitzel noch in den Schatten gestellt – denn in puncto Süßspeisen macht unseren deutschsprachigen Nachbarn niemand etwas vor. Die wohl bekannteste Verführung Österreichs nennt sich – na klar – Kaiserschmarrn, ein fluffig-süßer Palatschinkenteig, der in der Pfanne auseinandergezupft, anschließend mit Puderzucker bestäubt und normalerweise mit Zwetschgenröster serviert wird.  Um die Wortherkunft des Kaiserschmarrns ranken sich mehrere Legenden – eines ist jedoch sicher: der Name des Kaiserschmarrns leitet sich von Kaiser Franz Joseph I. ab.

Auch der Germknödel ist eine beliebte Süßspeise, die in der bayerischen und in der Wiener Küche sehr häufig vorkommt. „Germ“ ist Österreichisch für Hefe – beim Germknödel handelt es sich also um einen großen Hefekloß, der mit Powidl (Pflaumenmus) gefüllt, mit zerlassener Butter übergossen und mit einem Mohn-Puderzucker-Gemisch bestäubt wird.

Eine kleine Sünde wert sind ebenso die Wachauer Marillenknödel, eine böhmisch-österreichische Spezialität. Für diese Süßspeise wird ein Teig aus Butter, Mehl, Zucker, Kartoffeln, Grieß, Eigelb und etwas Salz hergestellt, mit dem die Marille ummantelt wird. Nachdem die Knödel in leicht gesalzenem Wasser gezogen sind, werden sie noch in leckeren Butterbröseln gewälzt und mit Puderzucker bestäubt – fertig sind die kleinen Köstlichkeiten.

Sachertorte mit Schlagsahne gehört fest in jedes Café
Sachertorte mit Schlagobers

 

Zwei weitere Evergreens der österreichischen Dessertküche sind der warme Apfelstrudel und die schokoladige Sachertorte. Als absolute Klassiker sind sie in so gut wie jedem Café Österreichs zu finden, das etwas auf sich hält.

 

Und was trinkt der Österreicher nun dazu? Typisch österreichische Getränkespezialitäten

Die passende Begleitung zum Gaumenschmaus – Wein, Obstmost, Edelbrand und Co

In Österreich wird gern Obstschnaps getrunken
Die Österreicher trinken gern Obstbrand

Ebenso wie bei uns, trinkt man auch in Österreich gern Wein zu den verschiedenen Gängen. Der Weinanbau ist in der Alpenrepublik relativ weit verbreitet, so gibt es verschiedene österreichische Weine, z.B. die Rotweine Zweigelt, Sankt Laurent und Blaufränkischer; die Roséweine Schilcher und Uhudler; und die Weißweine Grüner Veltliner, Welschriesling, Riesling, Chardonnay und Sauvignon Blanc. Gern zum Essen getrunken hier allerdings auch Obstmost, der als „Sturm“ oder als „Staubiger“ an verschiedenen Stufen der Gärung getrunken wird. Zum Dessert oder nach dem Essen greift der Österreicher gern nach einem Schlückchen Obstbrand, wie zum Beispiel Marillengeist, oder Kräuterschnaps, wie Krautinger Rübenschnaps. Na dann, wohl bekomms!

 

Ein Kaffee zum Dessert – Dank der Wiener Kaffeehauskultur

Wien ist bekannt für seine Kaffeehäuser
Es gibt viele Kaffeehäuser in Österreich

Wer an Wien denkt, der denkt auch sofort an die traditionellen Kaffeehäuser Österreichs mit Kaffeespezialitäten in allen möglichen Variationen. Das erste Wiener Kaffeehaus wurde bereits im Jahre 1685 von dem Armenier Diodato gegründet. Das älteste Kaffeehaus in Wien ist wiederum das Café Frauenhuber, das noch heute typische Wiener Kaffeegetränke sowie Apfelstrudel und Co kredenzt. Zu den österreichischen Kaffeespezialitäten gehören der Franziskaner, der Kleine und der Große Schwarze, der Kleine und Große Braune, der Melange, der verkehrte Kaffee, ein Verlängerter Brauner oder Schwarzer, eine Kleine Schale Gold, der Einspänner und der Kapuziner.

 

Jetzt hast Du Lust auf österreichische Küche?

Dir ist nun so richtig das Wasser im Mund zusammengelaufen? Wie wäre es dann mit einer wundervollen Flusskreuzfahrt durch die östliche Alpenrepublik?

#1 Die A-ROSA MIA nimmt Dich mit auf eine wunderschöne Donau Kurz-Kreuzfahrt durch die Wachau und zu einmaligen Reisezielen wie Wien, Krems und Melk.

#2  Auf dieser Reise entführt Dich die MS Maxima von Nicko Cruises zu hinreißenden Orten wie Wien, Budapest, Bratislava und Melk.

#3 Diese Reise mit der MS Ariana von Phoenix Reisen startet in Deutschland und schippert über Wien zu Zielen wie Ungarn, Serbien, Rumänien, Slowakei, bevor das Schiff schließlich über Krems und Melk in Österreich wieder zu seinem Starthafen zurückfindet.

 

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