La Dolce Vita – Lass Dich von der authentischen italienischen Küche verzaubern

von Daniela @ kreuzfahrt.de

Tomaten und Baskilium gehören fest zur italienischen Küche
Die traditionelle italienische Küche lebt von frischen Kräutern und hochwertigen Zutaten

Klassische italienische Küche – beim Klang dieser Wörter denkt der gemeine Mitteleuropäer wohl schlicht und unweigerlich an Pasta, Pizza und Gelato. Doch die Kulinarik Italiens hält dank ihrer jahrhundertelangen Entwicklung durch etruskische, altgriechische, altrömische, byzantinische und jüdische Einflüsse weitaus mehr bereit, als uns unser Stammitaliener um die Ecke vermuten lässt. Trotz der vielfältigen Einflüsse, ist die Küche im „Land des Stiefels“ von ihrer Einfachheit geprägt – natürlich nicht im geschmacklichen Sinne. Die Italiener ziehen es vor, mit wenigen, aber dafür stets hochwertigen Zutaten zu kochen, um so ein aromatisches Geschmackserlebnis zu schaffen. Im Folgenden wollen wir Euch auf eine kleine kulinarische Reise nach Italien entführen und Euch für Eure nächsten Kreuzfahrtstopps in Bella Italia darauf vorbereiten, welche Geschmackserlebnisse Euch in Neapel und Co erwarten und wie die Ess- und Tischkultur dort aussieht.

 

Die typisch italienische Küche – mediterrane Aromen und Gewürze

Der mediterrane Geschmack Italiens ist vor allem durch seine einfachen, aber vollmundigen Aromen geprägt, die oft durch köstliche Würzkräuter und mit viel Amore gezaubert werden. Besonders Kräuter wie Basilikum, Thymian, Rosmarin, Salbei und Oregano sind aus den Küchen der italienischen Mammas nicht wegzudenken. Eine andere Zutat, die in vielen italienischen Gerichten nicht fehlen darf, ist natürlich das gute Olivenöl, am besten nativ, kalt gepresst und original vom Olivenhain nebenan. Denn es ist nicht nur gut für die Gesundheit, es schmeckt auch noch himmlisch gut. Insbesondere gepaart mit frischem Mozzarella, Tomaten und Basilikum ist Olivenöl eine absolute Freude für jeden Gaumen.

 

La Colazione – das italienische Frühstück

Wer nach Italien fährt und sich auf ein ausgiebiges Frühstück freut, der wird wohl lange danach suchen müssen, denn in Italien wird sich morgens nicht lange damit aufgehalten. Meist gibt es hier schlicht und einfach einen Caffè oder einen Cappuccino und dazu etwas süßes Gebäck oder Tramezzino, einen weichen Toast belegt mit Wurst oder Käse – entweder noch zu Hause oder auf dem Weg zur Arbeit. Auf das gemütliche Hinsetzen wird hier allerdings meist verzichtet. Das mag für kühle Mitteleuropäer etwas stressig klingen, doch da im Süden Europas abends sehr reich und üppig gegessen wird, fällt die erste Mahlzeit am Tage halt etwas kleiner aus. Außerdem zahlt man in Italien, sobald man sich einmal setzt, eine extra Gebühr für die Bedienung. Somit genießen viele Italiener ihren Kaffee einfach unterwegs.

 

Pizza mit Mozzarella und Basilikum - ein Genuss
Pizza ist eine beliebte Zwischenmahlzeit in Italien

La merenda - die Zwischenmahlzeit

Auch bei den Italienern muss das Mittag mal ausfallen und so vertröstet man sich dort von Zeit zu Zeit mal mit einem Tramezzino, etwas Süßem (wie zum Beispiel Brioche) oder auch mal einem leckerem Stück Pizza zwischendurch.

 

 

Il pranzo e la cena – das typische Mittag- und Abendessen im Land des Stiefels

In Italien gehört ein ausgiebiges zum Alltag dazu
Die Italiener lieben es in Gesellschaft zu essen

Das Mittag, aber auch das Abendessen kann in der authentischen italienischen Küche recht üppig ausfallen und sich daher auch zeitlich ziemlich ausdehnen. In Bella Italia kommt es also schon mal öfter vor, dass ein Mittagessen eineinhalb und ein Abendessen bis zu drei Stunden dauern kann. Dabei essen die Südeuropäer allgemein eher ein wenig später als der Rest von Europa, denn das Mittagessen wird in der Regel frühestens gegen 13 Uhr und das Abendessen nicht früher als 20 Uhr eingenommen. Wie beispielsweise in Spanien auch, wird in Italien aufgrund der Temperaturen relativ spät gegessen. Denn an Sommertagen mit Temperaturen über 40°C, kommen die Menschen lieber erst abends zum Essen aus ihren vergleichsweise kühlen vier Wänden.

Die Hauptmahlzeiten werden in Italien regelrecht zelebriert und so gehört es dazu, den Appetit vor jedem Essen ordentlich anzuregen. Geschmack auf mehr machen sich die lebensfrohen Südländer meist mit einem guten Aperitif in ihrer Lieblingsbar, das kann zum Beispiel ein Campari, ein Martini oder Ramazotti sein. Einmal in der Gastlichkeit angekommen, vertrösten sich die Italiener gern mit etwas Brot oder Grissini, bevor es losgeht mit dem großen Mahl. Das Brot wird meist schon zusammen mit dem „Coperto“, dem Gedeck aufgetischt, das, anders als in Deutschland, schon ein paar Euro kostet, bevor überhaupt etwas bestellt wurde.

 

Antipasti - die Appetithäppchen

Nach dem Aperitif kann es also endlich mit dem Essen losgehen – natürlich erst einmal mit Antipasti. Die kann man sich in vielen Restaurants an einem Buffet selbst zusammensuchen oder auch beim Kellner bestellen. Meist gibt es eine vielfältige Auswahl an köstlichen kleinen Vorspeisen. Die bekanntesten italienischen Antipasti sind dabei wohl Caprese – ein Stück Mozzarella-Käse mit Tomaten und Basilikum, und Bruschetta – ein geröstetes Brot mit Tomaten und Zwiebeln. Weniger bekannte Originale der italienischen Küche sind außerdem frittierte Zucchiniblüten – die Fiori di Zucca, Vitello tonnato – dünn geschnittene Kalbfleisch-Scheiben mit Thunfisch-Sauce oder auch die so genannten Arancini – frittierte, gefüllte Reisbällchen. Neben diesen Spezialitäten ist auch das Pesto alla genovese buchstäblich in aller Munde. Diese köstliche Kräuterpaste bzw. ungekochte Sauce wird in ihrer ursprünglichsten Form mit Basilikum und Pinienkernen mit einem Mörser vermengt und mit Knoblauch, Olivenöl und Käse abgeschmeckt, um sie dann mit frischem Ciabatta zu genießen.

 

Primo piatto – die Vorspeise

In Italien besteht der erste Gang in der Regel aus einer Suppe, einem Pastagericht oder auch Risotto. Die wohl sowohl beliebteste als auch bekannteste Suppe Italiens ist die Minestrone: eine kräftige Suppe mit verschiedenem Gemüse wie Sellerie, Möhren, Porree, Erbsen, Kartoffeln, Tomaten, Bohnen und Wirsing. Das kräftig-würzige Aroma erhält die traditionelle Suppe durch luftgetrockneten Panchetta, Zwiebeln, Knoblauch und aromatischen Parmesankäse. Je nach Region wird die Minestrone entweder mit Reis (in der Lombardei) oder mit Nudeln (in Ligurien oder in der Toskana) serviert.

Pasta gehört zu Italien wie das Amen in der Kirche
Nicht nur die Italiener lieben Pasta aller Art

Pasta ist aus der echten italienischen Küche genauso wenig wegzudenken wie Tomaten und das in allen möglichen Variationen, von Penne all’Arrabiata – kurzen Makkaroni in einer scharfen Tomatensauce, über Ragù alla bolognese – also das, was wir unter Spaghetti Bolognese kennen, bis hin zu Tortelloni alla zucca – einer Art Ravioli gefüllt mit Amaretti und Kürbis.

 

Doch auch auf ihr geliebtes Risotto können und wollen die wenigsten Italiener verzichten. Traditionell gibt es vielfältige Arten von Risotto, zum Beispiel das klassische Risotto alla Milanese mit Safran, das Risotto al limone e gamberetti – ein Limonen-Risotto mit Garnelen, oder das Risotto ai funghi porcini mit getrockneten Steinpilzen.

 

Secondo piatto – der Hauptgang

Neben Fleisch lieben die Italiener auch Fischgerichte
Fisch ist oft Bestandteil typisch italienischer Menüs

Ähnlich wie in Spanien besteht der Hauptgang auch in Italien meist aus einem Fisch- oder Fleischgericht, zu dem so genannte „contorni“, also Beilagen, bestellt werden können. Zwei typisch italienische Fischgerichte sind beispielsweise Grancevola alla Veneziana – Seespinne auf einem Salzbett und Nasello al forno – gebackener Seehecht auf dem Ofen.

So richtig lecker wird es bei der Auswahl der traditionellen italienischen Fleischgerichte. Zwischen Ossobuco alla milanese – einer geschmorten Kalbshaxe nach Mailänder Art, Involtini di vitello – kleinen Kalbsrouladen, und auch Saltimbocca alla Romana – einem Kalbsschnitzel gefüllt mit Schinken und Salbei, fällt die Wahl des Hauptgericht so richtig schwer.

 

Dolce o formaggio – die Nachspeise

Zum Nachtisch gönnen sich Italiener gern etwas Süßes
Etwas Süßes zum Nachtisch darf's schon sein

Spätestens an diesem Punkt ist so ziemlich jeder Nord- bis Mitteleuropäer vollkommen überfordert von so viel leckerem Essen, aber auch eine süße Nachspeise oder Käse als Magenschließer dürfen in Bella Italia beim Essen selbstverständlich auch nicht fehlen. Aber wer die Wahl hat, hat die Qual: denn die Entscheidung zwischen Desserts wie original italienischem Eis, Panna Cotta (ital. gekochte Sahne), Sorbet, Tiramisù oder auch Zabaione (Weinschaumcreme) fällt zu recht oft schwer.

Wem nach all dem Essen der Sinn nicht unbedingt nach etwas Süßem steht, der kann sich ebenso gut für Käse als Nachtisch entscheiden. Und an Käse hat das stiefelförmige Land so einiges zu bieten, beispielsweise Fontina, Gorgonzola, Grana Padano, Pecorino oder Parmigiano Reggiano. Wem läuft da nicht das Wasser im Munde zusammen?

 

Caffè und digestivo - nach dem Essen

Nach einem üppigen Essen brauch man einfach einen Caffè
Caffè gehört fest zur italienischen Esskultur

Um dem traditionell italienischen Essen zum Abschluss noch die Krone aufzusetzen, dürfen natürlich auch der Kaffee und ein Digestif nicht fehlen. Italien ist ein Land, in dem Kaffee einen hohen Stellenwert und lange Tradition hat. Wer hier nach dem Menü einen Kaffee genießen möchte, sollte wissen, welche Art von Getränk hinter welchem Namen steckt. Der Espresso, oder auch Caffè, ist ein nur Fingerhut großer, sehr starker Kaffee und der Caffè lungo ist sein weniger starkes, mit doppelter Wassermenge zubereitetes, Gegenstück. Bestellt man einen Caffè macchiato bekommt man einen Espresso mit ein paar Tropfen kalter Milch darin, beim Latte macchiato dagegen, bekommt man aufgeschäumte, warme Milch mit etwas Kaffee darin. Klassisch italienisch sind hingegen auch der Cappuccino – ein Espresso mit aufgeschäumter, heißer Milch und etwas Kakao, und der Caffè corretto – ein Espresso mit einem Schuss Alkohol wie Cognac, Likör oder Grappa. Als Digestif wird dem Gast meist ein Grappa, Limoncello, Brandy oder ein Kräuterbitter, ein so genannter Amaro (z.B. Ramazotti oder Averna), angeboten.

 

La Dolce Vita auf Kreuzfahrt – mit dem Schiff authentische italienische Küche genießen

Jetzt hast Du erst einmal so richtig Lust bekommen, nach Italien zu reisen und original italienisches Essen zu genießen? Super, denn im Folgenden haben wir ein paar Kreuzfahrtrouten zusammengestellt, auf denen Du gleich mehrere italienische Städte kulinarisch entdecken kannst!

#1 Die Reederei Azamara Club Cruises entführt Dich auf eine wundervolle einwöchige Reise auf der Azamara Journey mit Stopps in kulinarischen Traumstädten wie Rom, Olbia, Livorno und Portofino.

#2 Die MS Koningsdam nimmt Dich mit auf eine tolle Reise von Italien bis nach Spanien, hier kannst Du neben der italienischen Küche in Neapel, Palermo und Cagliari, auch gleich die spanische Küche noch besser kennenlernen!

#3 Auch mit Cunard kannst Du auf der Queen Victoria auf eine atemberaubend schöne Kreuzfahrt mit Stopps in Rom, Neapel, Cagliari, Ajaccio (Korsika) und Genua gehen und dabei in den Genuss italienischer Kulinarik kommen.

Aber auch wenn Du auf Deiner Kreuzfahrt nicht in Italien unterwegs bist – die italienische Küche gehört auf vielen Kreuzfahrtschiffen fest zum kulinarischen Angebot mit dazu, so zum Beispiel das Ristorante Casa Nova auf der AIDAprima, die Osteria auf der Mein Schiff 5, das Eataly auf der MSC Preziosa oder das La Piazza auf der Queen Mary 2.

 

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