Zu Gast in Prag, der goldenen Stadt an der Moldau

von Daniela @ kreuzfahrt.de

Prag bei Nacht
Die goldene Stadt Prag bei Nacht

Prag ist das europäische Städtereiseziel schlechthin – die Hauptstadt Böhmens, die auch als „Goldene Stadt“ in aller Munde ist, diente lange als königliche und kaiserliche Residenzstadt, besonders für Habsburger und Luxemburger. Vor der Besiedlung durch die Slawen ab dem 6. Jahrhundert, war Prag von keltischen Boiern sowie Markomannen bewohnt. In der weiteren Geschichte kamen auch viele jüdische und deutsche Kaufleute in die heutige tschechische Metropole. Im 14. Jahrhundert  wurde die königliche Stadt schließlich zur Residenzstadt des Heiligen Römischen Reiches und somit zu einem wichtigen politisch-kulturellen Zentrum Mitteleuropas.

Bis heute ist Prag ein relevantes gesellschaftliches Zentrum in Europa – als geschichtlich wichtige Stadt beherbergt die böhmische Hauptstadt die älteste Universität Mitteleuropas sowie fünf weitere akademische Einrichtungen. Sollte es bisher nicht zu Dir durchgedrungen sein – Prag ist eines der aufregendsten Ziele überhaupt und einmal in Deinem Leben solltest Du diese lebendige Stadt gesehen haben. Ob Dich nun eine entspannte Flusskreuzfahrt oder doch einfach ein Kurztrip in die tschechische City führt, heute wollen wir Dich auf einen kleinen Stadtrundgang nach Prag entführen: zu den besten Hotels, zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, zu den faszinierendsten Aktivitäten sowie zum leckersten traditionell-böhmischen Essen.

 

Flussreisen nach Prag

Auf der Moldau entlang nach Prag
Auf der wunderschönen Moldau auf nach Prag

Einmal Potsdam – Prag und zurück, bitte!

Die Flusskreuzfahrtreederei Phoenix Reisen nimmt Dich auf der MS Saxonia mit auf eine 13-tägige Reise von Potsdam, der ehemaligen Residenzstadt Preußens, über Ziele wie Magdeburg und Dresden nach Prag, bevor es dann auf beinahe demselben Weg wieder zurückgeht.

Tschechische Republik erkunden

Die MS Florentina von Nicko Cruises bricht im wunderschönen Prag zu dieser neuntägigen Reise auf. Entdecke zauberhafte tschechische Städte wie Raudnitz, Leitmeritz, Mêlník und Horin sowie die goldene Stadt Prag mit all ihren Sehenswürdigkeiten.

Von der Elbe bis in die Moldau

Diese einwöchige Reise startet im sogenannten Elbflorenz Dresden und fährt über Pillnitz und Bad Schandau bis nach Prag, Mêlník, Roudnice, Litomerice sowie Dĕčín, bevor es mit der Sans Souci von TransOcean schließlich wieder zurück ins schöne Dresden geht.

 

Die schönsten Unterkünfte in Prag – Hotels und Apartments

Urige Gemütlichkeit mitten in Prag: das Hotel U Zeleného Hroznu

Wie in einem alten Märchen fühlst Du Dich im Hotel zur grünen Traube, das direkt zwischen der Prager Burg und der Karlsbrücke gelegen ist. Das Gebäude, in dem das Hotel untergebracht ist, wurde bereits im 17. Jahrhundert schriftlich erwähnt und verzaubert jeden seiner Gäste mit Gewölben im Stil der Renaissance und gemalten Decken, die an die Zeit des Barocks erinnern. Neben der unmittelbaren Nähe zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten bietet das Hotel freies W-LAN sowie ein reichhaltiges Frühstücksbuffet.

Design soweit das Auge reicht im Sax Vintage Design Hotel

Bunt bis quirlig ist das Sax Vintage Design Hotel, das Dich alle Nase lang in die sechziger und siebziger Jahre entführt, gestaltet. Wer auf farbenfrohes Design steht, sollte sich die Übernachtung in dieser ideenreichen Unterkunft nicht entgehen lassen. Außerdem überzeugt das liebenswürdige Hotel mit Extras wie einem im Preis inbegriffenen Frühstücksbuffets, einem Fitnessraum, kostenlosem W-LAN sowie einer DVD-Bibliothek.

Ein Hostel mit Style und Komfort: das Mosaic House

Mitten im Zentrum Prags liegt das Mosaic House, das neben Betten in Schlafsälen selbstverständlich auch 4-Bett Privatzimmer, Doppelzimmer und ein Penthouse anbietet. Das Hostel, in dem jedes Zimmer über einen Flachbildfernseher, kostenloses W-LAN und eine Raindance Dusche verfügt, lädt seine Gäste mit einem modernen, aber gemütlichem Design zum Wohlfühlen ein.

 

Prag – Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte

Prager Burg

Wunderschön anzusehen: die Prager Burg
Die Prager Burg im Abendrot

Unweit der Karlsbrücke, auf dem Berg Hradschin, liegt das größte geschlossene Burgareal der Welt: die Prager Burg. Das historische Areal, das ganze drei Schlosshöfe beherbergt, ist seit über 1000 Jahren das kulturelle und politische Zentrum der Tschechischen Republik. Die Burg, die im 9. Jahrhundert erbaut wurde, besteht aus vielen einzelnen Gebäuden, die allerdings trotzdem ein zusammenhängendes Areal bilden. Das Herzstück der Burganlage ist der Veitsdom, der Mitte des 14. Jahrhunderts zu der restlichen Burganlage ergänzt wurde. Neben all diesen historischen Gebäuden umfasst die Burg auch viele hinreißende Gartenanlagen. Wer also schon einmal in Prag ist und zufällig bequeme Schuhe im Gepäck hat, sollte sich den Anblick der Burg nicht entgehen lassen.

 

Prager Rathausuhr

Die Prager Rathausuhr, die als wertvolles Kulturmerkmal weltweit bekannt ist, stammt bereits aus dem Jahre 1410. Das Meisterwerk gotischer Technik und Wissenschaft befindet sich seit jeher an der Südmauer des Altstädter Rathauses. Das Faszinierende an der über sechshundert Jahre alten Uhr ist, dass sie aus drei Hauptbestandteilen besteht: einem astronomischen Ziffernblatt, welches die Sonnen- und Mondposition sowie die Tierkreiszeichen darstellt; einem Uhrwerk mit beweglichen Aposteln und Abbildungen von Aposteln; sowie auch einem Kalendariumswerk mit Tages- und Monatsanzeige. Der Clou an der historischen Uhr, die über die Jahrhunderte immer erweitert wurde, ist, dass zwischen 9:00 und 21:00 Uhr die Figuren der Uhr stündlich zum Leben erwachen und sich der Öffentlichkeit zeigen.

 

John-Lennon-Mauer

Die John-Lennon-Mauer wird ständig neu bemalt
Kunst im ständigen Wandel: die John-Lennon-Mauer

Es war einmal eine ganz gewöhnliche Altstadtwand in Prag – bis sie in den 1980er Jahren erstmals von Jugendlichen beschrieben wurde. Die jungen Leute protestierten mit ihren Graffitis, Bemalungen und Zeichnungen gegen die damalige Regierung. Doch ein Konflikt zwischen der jungen Bewegung und der kommunistischen Regierung ließ nicht lange auf sich warten und so kam es 1988 auf der Karlsbrücke zu Auseinandersetzungen zwischen den sogenannten Lennonisten, die sich für Ideale wie Freiheit und Frieden einsetzten, und Sicherheitspolizisten. Nachdem die Bemalung der Wand verboten und sogar neu gestrichen worden war, haben die Behörden schnell neue kreative Werke auf der Wand vorgefunden. Bis heute steht die bunte Wand im ständigen Wandel – das Originalporträt John Lennons ist zwar längst nicht mehr zu sehen, doch seinen Reiz hat diese besonders authentische und kreative Leinwand des Wandels nie verloren.

 

Prag erleben – die faszinierendsten Aktivitäten in der tschechischen Hauptstadt

Ein Spaziergang durchs Josefov

Eine Synagoge im Josefov
Eine Synagoge in Prags jüdischem Viertel

Das Josefov ist das jüdische Viertel in der Altstadt von Prag. Zunächst einmal befand sich hier fast sechs Jahrhunderte lang die Judenstadt, in der die Juden wohnen mussten. Hier entstanden im 16. und 17. Jahrhundert viele Gebäude, darunter vor allem Synagogen. Nachdem die Juden im 18. Jahrhundert aus Prag vertrieben wurden und sie nach einigen Jahren schließlich zurückkehren durften, wurden 1848 schließlich die allgemeinen Bürgerrechte für Juden in Böhmen erklärt. Als danach viele Juden das Viertel verließen, verfiel eine Großzahl der Gebäude, von denen die meisten zu Beginn des 20. Jahrhunderts allerdings fast völlig neu entstanden. Ein Spaziergang durch das neu erstrahlte Viertel ist heute ein absolutes Muss für alle Prag-Besucher.

 

Eine Bootsfahrt über die Moldau

Jaja, eine Bootsfahrt klingt zugebenermaßen etwas lahm – doch besonders, wenn man schon die ein oder andere Shoppingtour oder auch einen längeren Stadtbummel hinter sich hat, könnte doch nichts entspannter sein als eine Bootsfahrt mit Blick auf die Prager Innenstadt. Es gibt doch nichts Besseres, als ein gutes, tschechisches Bier zu schlürfen und sich dabei einfach treiben zu lassen, oder etwa nicht?

 

Staropramen Biermuseum

Im Staropramen Biermuseum kann man das tschechische Bier probieren
Lern die Geschichte von Staropramen kennen

Einen halbstündigen Fußmarsch von der Karlsbrücke entfernt liegt das Biermuseum des original tschechischen Biers Staropramen. In dem historischen Museum geht jeder Besucher auf eine unvergleichlich aufregende Reise zu all den Geheimnissen des traditionellen Bieres. Dabei lernt der Bierliebhaber alles über die Geschichte des tschechischen Hopfensaftes und kann das kräftige Getränk obendrein auch noch verkosten. So schmeckt das echte Prag!

 

Von böhmischen Knödeln und Trdelník – Genießen auf Tschechisch

Die besten böhmischen Knödel im Kolkovna

Böhmische Knödel sind eine tschechische Spezialität
Original böhmische Knödel

Wer sich vorgenommen hat, in Prag einmal original böhmische Knödel zu versuchen, der sollte unbedingt seinen Weg ins Kolkovna Savarin finden. Dieses urige Restaurant bietet eine Auswahl an tschechischen Spezialitäten, die jeden vor die Qual der Menüwahl stellen. Falls man sich letztendlich überhaupt nicht entscheiden kann, dann empfehlen wir das Pilsener Gulasch – es ist einfach jede Sünde wert!

 

Gemütlichkeit im Gewölbekeller im U Pivrnce

Dieses tschechische Restaurant lädt Dich zu guter traditioneller Hausmannskost im Gewölbekeller ein. Hier verwöhnt Dich der Chefkoch mit Gulasch, Schweinebraten, Rippchen und Schnitzel, nach denen Du Dir alle zehn Finger lecken wirst. Und sind wir mal ehrlich, wer Prag besucht, muss einfach tschechisch essen, nicht wahr?

 

Und etwas Süßes hinterher – Natürlich Trdelník, was sonst?

Trdelník ist in Osteuropa weit verbreitet
Eine leckere Süßspeise: Trdelník

Trdelník, auch Baumstriezel genannt, ist ein traditionelles Süßgebäck, das eigentlich aus der Slowakei stammt und auf Stöcken gebacken wird. Zum Glück hat das Gebäck in der Geschichte seinen Weg auch nach Tschechien gefunden und gehört dort fest zum kulinarischen Angebot dazu. Einen guten Trdelník sollte man sich also auf jeden Fall einmal schmecken lassen. Ja, und wo gibt’s den besten Trdelník? Naütrlich beim „Trdelník“, der sich in der Karlova 190/1 befindet und nur drei Gehminuten von der Karlsbrücke entfernt ist. Hm, lecker …

 

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