Die europäische Kreuzfahrtbranche wird weiter wachsen

von Daniela @ kreuzfahrt.de

Die Kreuzfahrtbranche boomt
Die Kreuzfahrtbranche in Europa ist in den letzten Jahren um fast 50 % gewachsen

Weltweit wird es in kommenden Jahren wirtschaftliche Sparmaßnahmen geben, glücklicherweise scheint die Kreuzfahrtbranche von diesen Einsparungen nicht betroffen zu sein. Dies gab der Executive Chairman von MSC Cruises und Chairman von CLIA Europe, Piefrancesco Vago, beim Gipfeltreffen der Kreuzfahrtunternehmen in Madrid, dem International Cruise Summit 2016, bekannt.

Allein in den letzten zehn Jahren ist die europäische Kreuzfahrt als Produkt um fast 50 % gewachsen und wird weiterhin expandieren. Allein im vergangenen Jahr 2015 gingen insgesamt rund 6,6 Millionen Europäer auf Kreuzfahrt und steigerten die Reise- und Buchungszahlen um ganze 3 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zahl der Passagiere, die ihre Kreuzfahrt an einem europäischen Hafen begonnen haben, ist im Vorjahresvergleich um 4,5 % gestiegen.

27 % der europäischen Passagiere stammen aus Großbritannien und Deutschland, 12,3 % aus Italien, 9,3 % aus Frankreich und 7 % aus Spanien. Die restlichen 19 % Prozent der Passagiere stammen aus den übrigen europäischen Ländern. Insgesamt wird das Kreuzfahrtaufkommen zu 28,4 % von europäischen Kreuzfahrtreisenden ausgemacht – das ist eine Steigerung um fast 5 % im Vergleich zum Vorjahr.

Um der ständig wachsenden Kreuzfahrtnachfrage gerecht werden zu können, werden die europäischen Reedereien ihre Schiffskapazitäten drastisch aufstocken. Somit sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre insgesamt rund 75 Schiffe in Betrieb genommen werden.

Die Kreuzfahrtbranche ist mit einem Wirtschaftsbeitrag von ca. 41 Milliarden Euro im Jahr ein wichtiger Impulsgeber für lokale und regionale Ökonomien in Europa – ein Anstieg von rund 2 %. Alles in allem beliefen sich die direkten Ausgaben der europäischen Kreuzfahrtindustrie auf 16,89 Milliarden Euro.

Im Jahr 2015 haben über 360.000 Menschen in der Kreuzfahrtbranche gearbeitet – entweder direkt im Kreuzfahrtbereich oder in Sektoren, die nur sekundär mit der Kreuzfahrtbranche verbunden waren. Das sind ganze 11.000 Beschäftigte mehr als im Jahr 2014. Die Kreuzfahrtbranche ist somit zu einer bedeutenden Industrie geworden, die viele Arbeitsplätze in vielen verschiedenen Bereichen schafft.

„Kreuzfahrten sind nicht mehr wegzudenken, und sie werden zukünftig noch mehr Europäer begeistern und Wirtschaftswachstum generieren“, sagt Pierfrancesco Vago. „Während die Kreuzfahrtbranche für eine weitere Expansion in Europa bereit ist, stehen wir vor einer Reihe von gemeinsamen Herausforderungen, die wir bewältigen müssen, um sicherzustellen, dass die Kreuzfahrtbranche auf dem richtigen Kurs bleibt. Wir sind uns dessen bewusst.“

 

Voraussetzung für zukünftiges Wachstum

Die meisten Kreuzfahrten starten in Italien
Viele Kreuzfahrten starten in Italien oder in Spanien

CLIA Europe arbeitet bewusst mit politischen Entscheidungsträgern zusammen, um noch mehr ausländische Touristen zu einer Reise nach Europa ermuntern zu können, sollen der derzeitige EU-Visa-Kodex reformiert sowie das geschäftsfreundliche Umfeld gesichert werden. Die Kreuzfahrtindustrie braucht weiterhin eine einheitlichere Umsetzung der EU-Umweltgesetze und der Hafenreform auf dem ganzen Kontinent. Auf diesem Weg können betriebliche Hinderungen auf europäischen Gewässern vermieden werden. CLIA Europe steht in ständigem, intensivem Austausch mit lokalen Behörden, um den nachhaltigen ökonomischen Nutzen aufzuzeigen, den die Kreuzfahrtindustrie über die Tourismusbranche hinaus bringt.

Einige Fortschritte konnte die Kreuzfahrtbranche auch auf der Sicherheitsebene verzeichnen – trotz des sich stetig wandelnden Umfelds. Kreuzfahrtschiffe bieten eine unvergleichliche Flexibilität und können dadurch ihre Routen zu jeder Zeit und ohne lange Vorplanung ändern, um eventuell unsichere Orte und Gebiete zu umschiffen. Auf diesem Weg steigern die Kreuzfahrtreedereien die Sicherheit von Besatzung sowie Passagieren. Um aktuelle Sicherheitsrisiken bewerten zu können, arbeiten die Reedereien zusätzlich eng mit Behörden und Sicherheitsexperten zusammen. Die Reedereien wissen, dass das Wachstum innerhalb Europas auch von der Gewährleistung der Sicherheit abhängt. Aus diesem Grund verstärken sowohl die Mitglieder der CLIA als auch andere Interessengruppen der Branche stets die Sicherheitsmaßnahmen in allen betroffenen europäischen Regionen, ganz besonders in der, bei Touristen sehr beliebten, Mittelmeerregion.

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