News aus Rostock – Warnemünde soll ein neues Kreuzfahrtterminal bekommen

von Daniela @ kreuzfahrt.de

Bald soll statt dem Zelt ein Terminal die Pier 8 am Warnemünder Hafen zieren
Anstatt des provisorischen Zeltes steht hoffentlich schon bald ein neues Kreuzfahrtterminal an der Pier 8

Wenn es um die Infrastruktur an den verschiedenen Kreuzfahrthäfen geht, stellen viele Reedereien hohe Ansprüche an die Hafengesellschaften – vor allem der Weg zwischen Bus und Schiff sollte dabei möglichst kurz sein. Ein kurzer Weg zwischen diesen beiden Reisemitteln ist in Warnemünde zwar gegeben, die Abfertigungshalle an Pier 8 ist jedoch, besonders verglichen mit dem benachbarten Pier 7, nicht sonderlich einladend. Die Abfertigung am Pier 8 erfolgt nämlich seit einiger Zeit in einem großen Zelt, mit dem man sich bisher beholfen hat. Dieses Zelt wird für jede Kreuzfahrtsaison extra auf- und wieder abgebaut. Nun planen die Betreiber des Warnemünder Kreuzfahrthafens Rostock Port in den kommenden zwei Jahren ein neues Terminal zu bauen.

„Das [Zelt] entspricht nicht mehr dem Stand der Zeit, in Fragen der Hygiene, der Sicherheit, des Lärms. Das sind viele Faktoren, die auch immer wieder zu Beschwerden führen, aber auch zu Kritik an dem Standort“, erklärt Jens Aurel Scharner, Geschäftsführer von Rostock Port, die Gründe für den Neubau, der das Zelt ersetzen soll.

Entgegen der ursprünglichen Pläne, soll das Terminal aus dreierlei Gründen ohne ein dazugehöriges Parkhaus gebaut werden. Zunächst einmal würde ein zu großes Terminal das Warnemünder Stadtbild stören, weiterhin wäre es sehr schwierig, das Projekt zu finanzieren. Letztendlich hat man den ersten Plan aber auch aus Sicherheits- und Funktionalitätsgründen wieder verworfen.

 

Warnemünde hat bereits ein richtiges Kreuzfahrtterminal
An der Pier 7 steht bereits ein Terminalgebäude

Nach der Absprache mit zwei großen Reedereien ist nun ein Konzept entstanden, das der Hafenbetreiber Rostock Port kürzlich der Hansestadt Rostock, der Eigentümerin der Fläche, vorgelegt hat. Eine Zustimmung der Stadt Rostock wird innerhalb von diesem Monat erwartet – sobald diese vorliegt, kann mit der weiteren Planung begonnen werden. Die genauen Entwürfe werden der Öffentlichkeit voraussichtlich im kommenden Sommer vorgestellt.

Wenn alles klappt, dann soll noch diesen Herbst mit dem Bau begonnen werden, der über den Winter andauern wird. Bis zum geplanten Bauende soll weiterhin das gewohnte Zelt als provisorische Terminalhalle verwendet werden. Eine komplette Sperrung und Stilllegung des betroffenen Hafenareals während der Bauphase ist allerdings nicht möglich, da die Stadt auf den Kreuzfahrtbetrieb angewiesen ist.

Die Fertigstellung des neuen zweistöckigen Terminalgebäudes ist für 2020 geplant. Momentan ist allerdings noch nicht geklärt, ob der Zugang zum Schiff, wie am Pier 7, über die Pierkante auf Deck 3 erfolgt, oder ob man den Zugang vom Obergeschoss zu Deck 5 der Schiffe legt.

Weiterhin will der Hafenbetreiber auch darüber nachdenken, wie man das Terminal während der Off-Season im Winter anderweitig nutzen könnte – etwa als Sport- und Freizeitstätte für Kinder, sofern die Kosten für Instandhaltung, Beheizung sowie Fluchtwege den finanziellen Rahmen nicht sprengen.

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