Wachstumsbranche Kreuzfahrtindustrie

von Daniela @ kreuzfahrt.de

Die Kreuzfahrtbranche boomt
Kreuzfahrten werden immer beliebter und die Passagierzahlen steigen stetig

Die Kreuzfahrtbranche boomt nach wie vor – und der Bettenbedarf steigt kontinuierlich an. Um mehr Passagiere unterbringen zu können, müssen folglich auch mehr Schiffe her. Nach Zahlen der Seetrade Cruise News liegt der Stand der Aufträge für Schiffsneubauten momentan bei 75 und das Auftragsvolumen beträgt ganze 47,6 Milliarden Dollar.

Dominiert wird der Schiffsbaumarkt dabei von drei großen europäischen Werften: STX France, Fincantieri und Meyer Werft. Allein die in Italien ansässige Werft Fincantieri (gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Vard) soll bis 2025 29 neue Schiffe bauen. Und auch die anderen Werften haben alle Hände voll zu tun: die Meyer Werft ist mit 17 Neubauten beauftragt, die STX France bisher für zwölf und die zu Genting Hong Kong gehörenden MV Werften haben Verträge für sechs neue Schiffe. Als wichtigster Branchentreff für die Kreuzfahrtindustrie spiegelt auch die Messe Seatrade Europe, die vom 6. bis 8. September 2017 auf dem Hamburger Messegelände stattfindet, die gute Auftragslage für die Werften in Europa wieder.

 

Investition in Neubauten und Modernisierung

Investionen sorgen für gutes Wachstum
Viele Kreuzfahrtunternehmen setzen auf Investionen in Modernisierung und neue Schiffe

Bei der jetzigen Auftragslage wird die internationale Flottenkapazität bis ins Jahr 2025 um ca. 250.000 Betten steigen – das entspricht einem Wachstum von 40 %. Experten schätzen jedoch, dass die gesamte Kapazität der Schiffe weltweit um ein Minimum von 50 % wachsen wird. Man rechnet weiterhin damit, dass die Passagierzahlen von 24 Millionen im Jahr 2016 auf rund 30 Millionen in 2022 und ca. 40 Millionen in 2030 steigen werden. Neben der Planung von Neubauten, ist auch die Investition in die Renovierung und Modernisierung der älteren Schiffe ein wichtiger Schritt für Kreuzfahrtreedereien. Für Modernisierungszwecke wurden allein im letzten Jahr ca. 1,5 Milliarden US-Dollar ausgegeben.

„Wenn es darum geht, die verbesserte Rentabilität des Kreuzfahrtsektors und seinen unnachgiebigen Wachstumshunger zu erklären, gibt es eine Neuerung, die alle anderen weit überragt: das Mega-Schiff. Ich denke dass in Zukunft noch viele und größere Kreuzfahrtschiffe folgen werden“, erklärt Tony Peisley, Experte in der Kreuzfahrtbranche. „Mit dem Kauf von vier Werften versucht Genting Hong Kong die ambitionierten Expansionspläne seiner drei Marken Crystal Cruises, Star Cruises und Dream Cruises zu erfüllen. Doch letztendlich wird dieser Schritt auch für andere Unternehmen eine willkommene Option sein, die aufgrund der vollen Auftragsbücher der europäischen Werften frustriert sind.“

Kyriakos Anastassiadis, Chairman CLIA Europa und CEO Celestyal Cruises: „Die europäische Schiffsbauindustrie bleibt weltweit führend beim Bau komplexer Passagierschiffe wie beispielsweise Kreuzfahrtschiffe und Megajachten. Es ist wichtig, dass die Werften in Europa mit ihrer einzigartigen Expertise weiter mit dem sich schnell entwickelnden Kreuzfahrtsektor mitwachsen – im Sinne des Wohlergehens der Kreuzfahrtbranche.“

 

Fortschritt wird großgeschrieben

Elf der insgesamt 75 geplanten Schiffe sollen sowohl im Hafen als auch auf See mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden, darunter zwei Liner von MSC Kreuzfahrten, zwei Schiffe des Unternehmens Royal Caribbean International sowie sieben Schiffe von Carnival.

Gianni Onorato, Chief Executive Officer MSC Cruises, sagt: „Die heutige Auftragssituation spiegelt die Erwartung der Branche eines langfristigen, nachhaltigen Wachstums wider. Es wird zusätzliche Kapazitäten geben, die die erhöhte Nachfrage nach Kreuzfahrturlaub decken werden. Niemals zuvor haben Kreuzfahrtunternehmen sich über einen so langen Zeitraum an Schiffsneubestellungen gebunden. Mit bis zu zehn neuen Schiffen, die unsere Flotte bis 2026 ergänzen werden, beabsichtigt MSC Cruises zum allgemeinen Beliebtheitswachstum der Branche beizutragen. Und da einige der neuen Fahrzeuge mit Flüssigerdgas angetrieben werden, sind wir stolz darauf, Teil der kollektiven Anstrengung zu sein, den ökologischen Fußabdruck der Branche noch weiter zu reduzieren.“

Zu den Themen, die zwischen dem 6. und dem 8. September 2017 auf der Seatrade Europe in Hamburg diskutiert werden, gehören zum Beispiel neue Technologien und die Zukunft von Kreuzfahrtschiffen. Am Mittwoch, 6. September um 10:30 Uhr, beginnt das Panel „The Future of the Cruise Industry in Europe“, das Kyriakos Anastassiadis, Chairman CLIA Europa und CEO Celestyal Cruises, moderieren wird. Weitere Gäste sind: David Dingle, Chairman Carnival UK; Felix Eichhorn, President AIDA Cruises; Capt Michael McCarthy, Chairman Cruise Europe und Commercial Manager Hafen von Cork; Wybcke Meier, Chief Executive Officer TUI Cruises GmbH; Gianni Onorato, Chief Executive Officer MSC Cruises; Neil Palomba, President Costa Crociere; Karl J. Pojer, Chief Executive Officer Hapag-Lloyd Cruises und Chairman CLIA Deutschland; Richard J. Vogel, President and CEO Grupo Pullmantur.

 

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