Barrierefreies Reisen: Viele Kreuzfahrtunternehmen denken um

von Daniela @ kreuzfahrt.de

Vorbereitung ist das A und O

Beim barrierefreien Sportangebot kann sich jedermann so richtig auspowern
Auf vielen Kreuzfahrtschiffen gibt es tolle barrierefreie Sport- und Freizeitangebote

 

Barrierefrei reisen – davon träumen nicht wenige aktive und abenteuerlustige Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Leider werden sie allzu oft in ihren Plänen enttäuscht: die Zimmertüren sind nicht breit genug, die Dusche nicht abgesenkt und die Restaurants haben keinen rollstuhlgerechten Zugang. Meist sind sehr umfangreiche Vorbereitungen nötig, um den Urlaub unbeschwert genießen zu können. Allerdings bemühen sich immer mehr Kreuzfahrtunternehmen, Barrieren für Passagiere mit körperlichen Einschränkungen zu beseitigen. Fast alle führenden Kreuzfahrt-Anbieter haben die Ausstattung ihrer Flotten auf Passagiere mit Beeinträchtigungen eingestellt und können so barrierefreie Schiffsreisen anbieten.

 

Vor der Reise gilt es herauszufinden, welches der vielen Kreuzfahrtschiffe den eigenen Bedürfnissen am meisten entspricht. Eine Vielzahl der Kreuzfahrtschiffe besitzt eine gewisse Anzahl barrierefreier Kabinen. Bevor die Reise losgeht, versenden die Kreuzfahrtanbieter normalerweise eine Liste mit Fragen, um sicherzustellen, dass die Reise auf die Bedürfnisse des beeinträchtigten Reisenden abgestimmt ist und der Gast einen entspannten und unkomplizierten Urlaub erlebt. So kann schon vorher geklärt werden, welche Einrichtung gebraucht wird und wann der Kreuzfahrer Unterstützung benötigt. Es ist wichtig, sich vorher detaillierte Informationen einzuholen, da sich die Bedürfnisse von Kreuzfahrtgästen, die zum Beispiel an die Dialyse gebunden sind, wesentlich von den Voraussetzungen abgrenzen, die hör- oder sehgeschädigte Schiffsgäste oder auch Urlauber im Rollstuhl vorfinden sollten.

 

Barrierefrei auf Kreuzfahrt – auf dem Meer, aber bitte auch an Land

Jedoch ist nicht nur die Barrierefreiheit auf dem Schiff wichtig für körperlich beeinträchtigte Menschen. Die vielfältigen bordeigenen Angebote können, fast immer, auch von Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen genutzt werden. Allerdings ist es nicht an jedem Ziel möglich, das Schiff für einen Landausflug zu verlassen. Rollstuhlfahrer beispielsweise können in manchen Fällen überhaupt nicht von Bord gehen, um sich den Anlegeort anzuschauen, da dieser nur mit Tenderbooten angefahren wird. Außerdem sind die Busse für die Landausflüge nicht immer behindertengerecht ausgestattet, die Hebebühnen für Rollstuhlfahrer fehlen oft und für individuelle Sonderfahrten entstehen unter Umständen erhebliche Mehrkosten.

 

Eine Vielzahl von Kreuzfahrtschiffen verfügt über Rollstühle, die gehbehinderte Gäste ausleihen können – so können kurze Strecken überbrückt werden. Passagiere mit einem elektronischen Rollstuhl sollten sich vor ihrer Reise genau nach der Ausstattung an Bord erkundigen, denn deren Maße verursachen oft Schwierigkeiten. Die einfachste Variante ist immer das Nutzen eines eigenen manuellen Faltrollstuhls. Einige Kreuzfahrtunternehmen merken in ihren Restaurants Tische für Gäste vor, die unterfahrbare Tische und ausreichend Platz zum Bewegen des Rollstuhls benötigen.

 

Passagiere, die spezielle Ernährungs- oder Diätvorgaben einhalten müssen, sollten sich ebenso dringend vor ihrem Reisebeginn an die Crew wenden und Vorgaben mitteilen. In den meisten Fällen ist es für die Küche total unproblematisch, auf diese Wünsche einzugehen.

 

Zehn Reedereien im Check: Wegweiser zur Barrierefreiheit

AIDA Cruises:

Fast alle öffentlichen Räume der AIDA-Kreuzfahrtschiffe wie Außendecks, Restaurants, Bars, Aufzüge, Toiletten sowie Kabinen sind sowohl frei von Barrieren zu erreichen als auch mit einer Beschilderung in Profil- und Brailleschrift zur Orientierung ausgestattet. Passagiere mit verschiedensten Beeinträchtigungen sind direkt zu Beginn ihrer Reise zu einem Barrierefrei-Treff geladen, auf dem alle grundlegenden Fragen – zum Beispiel zu Reservierungen, Landausflügen und individueller Hilfe an Bord – beantwortet werden. Für Personen mit Einschränkungen gibt es einen speziellen Schalter mit geschultem Personal, an dem man meist nicht lange warten muss. Wer sich gern schon vor der Reise mit den Gegebenheiten an Deck vertraut machen möchte, wird auf der Website von AIDA ausführliche Informationen zu Fahrstühlen, Zugängen zu öffentlichen Bereichen usw. erhalten.

Die Spa-Anwendungen und Sportbereiche stehen allen Schiffsgästen zur Nutzung frei, doch ist hier nicht das ganze Areal barrierefrei. Auf der AIDAprima wird es auf Deck 15 am Pool einen Poollift geben, der vor allem den Urlaubern die Nutzung des Poolbeckens ermöglicht, die auf die Nutzung eines Rollstuhls angewiesen sind. Das Sportangebot auf der AIDAcara und AIDAstella wurde neuerdings jeweils um das sogenannte „Kranking“ erweitert: Das Koordinativ-Ausdauertraining auf Krank-Cycles bietet insbesondere Rollstuhlfahrern ein unbegrenztes Training.

Im AIDA-Kundencenter können sich Passagiere mit körperlichen Beeinträchtigungen beraten lassen, welche Ausflüge unproblematisch sind. Rollstühle können mit Voranmeldung an Bord gemietet werden. AIDA kann jedoch nicht dafür garantieren, dass Nutzer eines Rollstuhls, die immer auf selbigen angewiesen sind, an jedem Landgang teilnehmen können. Nur Passagiere, die mit einem einklappbaren Rollstuhl reisen und in ein Boot sicher einsteigen können, werden auch Tenderboote sicher nutzen können.

 

Carnival Cruise Line:

Behindertengerechte Aufzüge mit fühlbaren Armaturen erleichtern Menschen im Rollstuhl oder blinden Personen die Handhabung der Lifte. Alle Schiffe der Carnival Cruise Line-Flotte bieten barrierefreie Kabinen mit Bewegungsfreiheit und Schränken, Schreibtischen sowie Badezimmern, die auf eine rollstuhlgerechte Nutzung ausgelegt sind. Die Reederei empfiehlt frühzeitige Reservierungen, da diese Kabinen sehr schnell ausgebucht sind. Für den Transport zwischen Flughafen und Hafen kann auf Anfrage ein hydraulischer Lift-Transfer bestellt werden, die Kosten hierfür entsprechen fairerweise dem Standardpreis. Wer einen Rollstuhl mieten möchte, sollte sich ebenfalls frühzeitig an die Reederei wenden, da nur eine begrenzte Anzahl zur Verfügung steht. Tenderboote sind nicht zugänglich, wenn Personen auf den Rollstuhl angewiesen sind und keine Treppen steigen können, zudem können keine elektrischen Rollstühle mit an Bord eines Tenderbootes genommen werden. Es ist jedoch möglich, auf den Tenderbooten einen klappbaren Rollstuhl mitzuführen.

 

Celebrity Cruises:

Die gesamte Flotte von Celebrity Cruises besitzt eine bestimmte Ausstattung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, somit können Passagiere mit einem Rollstuhl alle Areale der Schiffe nutzen. In verschiedenen Kategorien stehen barrierefrei zugängliche Kabinen für körperlich beeinträchtigte Menschen zu Verfügung. Persönliche Wünsche müssen jedoch schon bei der Buchung der Reise angegeben werden.

 

Costa Kreuzfahrten:

Alle Schiffe von Costa Kreuzfahrten halten nicht nur behindertengerecht eingerichtete Kabinen in unterschiedlichen Kategorien bereit, sie sind ebenso grundsätzlich auf körperlich beeinträchtigte Menschen eingestellt. So gibt es zum Beispiel im Theater spezielle Plätze für Rollstuhlnutzer mit dazugehörigen Sitzplätzen für Begleitungen und in den Buffetrestaurants Extra-Tische für Schiffsgäste mit eingeschränkter Mobilität. Auch zum Dinner in den Costa À-la-carte-Restaurants erhalten Schiffsgäste einen Tisch, der ihren individuellen Bedürfnissen nachkommt.

Wer mithilfe seiner Begleitung einige Stufen gehen kann, kann normalerweise problemlos den Transferbus für Ausflüge an Land nutzen. Wenn fremde Hilfe gebraucht wird oder aber der Rollstuhl nicht einklappbar ist, wird bei Bedarf eigens ein privater Transfer organisiert. Die Tenderboote sind für Nutzer von Rollstühlen leider nicht zugänglich. Ob trotzdem eine individuelle Gelegenheit zum Landgang besteht, wird in dann jeweils vom Kapitän geprüft und genehmigt.

Für Passagiere mit eingeschränktem Hör- oder Sehvermögen gibt es selbstverständlich auch bestimmte Einrichtungen und Orientierungshilfen an Bord. Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit können sich beispielsweise ein Silent Call Gerät für ihre Kabine reservieren und bekommen wichtige Sicherheitsinformationen als Video in Gebärdensprache zu Verfügung gestellt. Sehbehinderte Schiffsgäste hingegen, können sich sowohl durch eine kontrastreiche Profil- und Brailleschrift an Aufzügen und Kabinen leichter auf dem Schiff orientieren als unter bestimmten Bedingungen auch einen zertifizierten Blindenführhund mit an Bord bringen – diese dürfen allerdings nicht in jedem Land einfach von Bord gehen. Dies sowie die Formalitäten zu klären liegt in der Verantwortung des Reisenden.

 

Cunard Lines:

Auch diese Kreuzfahrtreederei bittet schon bei der Reisebuchung um die Angabe von bestimmten Informationen zu den entsprechenden Einschränkungen. Die Schiffe von Cunard sind mit einer beschränkten Anzahl von Suiten, Kabinen sowie mit Aufzügen und barrierefreien Zugängen zu den öffentlichen Bereichen und Außendecks für körperlich beeinträchtigte Passagiere ausgestattet. Gäste, die entsprechende Hilfe brauchen, schreibt die Reederei, dürfen ausschließlich mit Begleitung reisen, da an Bord keine individuellen Hilfeleistungen angeboten werden. Rollstühle und Gehhilfen müssen selbst mitgeführt und deren Maße vor Reiseantritt mit der Reederei abgesprochen werden.

Aus Sicherheitsgründen können Rollstuhlfahrer nicht immer in Tenderbooten zum Land übersetzen. Ob dies in den einzelnen Situationen möglich ist, muss der betroffene Gast jeweils vorab mit der Crew des Tour Offices klären. Ebenfalls in einigen Tidehäfen wie beispielsweise Zeebrügge oder Hamburg sowie auf den Kanaren kann wegen der wechselnden Wasserstände nicht garantiert werden, dass die Passagiere das Schiff verlassen können. Die Gangway kann nämlich aufgrund der sich konstant ändernden Höhenunterschiede zwischen Kreuzfahrtschiff und Pier teilweise ziemlich steil sein. Aus Sicherheitsgründen ist das Verlassen des Schiffes für Nutzer eines Rollstuhls dann eventuell nicht möglich.

 

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten:

An Bord der MS Europa und der MS Europa 2 wird Schiffsgästen neben einem schiffseigenen Krankenhaus auch eine voll ausgerüstete Hämodialysestation und eine Osmoseanlage geboten, die eine Dialyse wie daheim garantieren. Die Dialysezeiten können dabei so geplant werden, dass die Passagiere keinen Landgang verpassen. Ein Dialysearzt sowohl als auch ein erfahrenes Pflegeteam sind immer mit an Bord. Schiffsgäste, die stets einen Rollstuhl nutzen müssen, sind verpflichtet mit einer Begleitperson zu reisen und sollten einen eigenen Rollstuhl mitnehmen. Auf dem Schiff sind wiederrum alle Aufzüge für Rollstühle geeignet, alle öffentlichen Räume ebenso wie viele Außendecks können barrierefrei genutzt werden. Die Türen zu den offenen Decks auf der Backbordseite sind jeweils mit Rampen ausgestattet, die die Überwindung der Schwelle erleichtern.

Hapag-Lloyd hat auch Suiten im Angebot, die barrierefrei eingerichtet sind. Sie haben sehr bequeme Betten, wovon eines elektrisch anpassbar ist. Der Zugang zum Bad ist barrierefrei, das Bad ist außerdem mit einer ebenerdigen Dusche mit Sitz ausgestattet. Alle Türschwellen der Suite sind mit  kleinen Rampen bestückt. Problematisch könnte es allerdings bei Ausflügen werden, da das Übersetzen auf Tenderbooten mit Rollstühlen generell verboten ist und die Landausflüge fast nur mit Bussen durchgeführt werden. Wegen speziellen Anforderungen muss die Reederei daher unbedingt vor der Reise in Kenntnis gesetzt werden. Der Concierge auf dem Schiff organisiert, vor ebenso wie auch während der Reise, persönliche und individuell geplante, aber auch kostenpflichtige Landausflüge.

Eine Fahrt mit den reedereieigenen Motorschlauchbooten der Expeditionskreuzfahrtschiffe MS Bremen und MS Hanseatic sind für Nutzer eines Rollstuhls oder gehbehinderte Passagieren aus Gründen der Sicherheit normalerweise nicht möglich. Die Schiffscrew versucht allerdings, bei optimalen Wetter- und Seebedingungen am jeweiligen Hafen Ausnahmeregelungen möglich zu machen.

 

MSC Kreuzfahrten:

Die MSC-Schiffe verfügen insgesamt über rund 174 barrierefreie Kabinen, die mehr Platz sind und Bewegungsfreiheit bieten als übliche Kabinen. Alle Decks, öffentlichen Räume sowie Tenderboote sind so konzipiert, dass sie für Passagiere mit körperlichen Beeinträchtigungen bestmöglich zugänglich sind. Zusätzlich stehen auf allen Schiffen Rollstühle für Passagiere mit Mobilitätseinschränkungen bei den Ein- und Ausschiffungen oder in Notfällen zur Verfügung. Schiffsgäste, die auf die Nutzung eines Rollstuhls angewiesen sind, sollten möglichst mit Begleitung reisen.

Einige der MSC-Schiffe dürfen auch glutenfreie Mahlzeiten zubereiten und die Crew berät sogar bei der Wahl bestimmter Speiseangebote im Falle von anderen Unverträglichkeiten von Lebensmitteln. Auf einigen Kreuzfahrten werden durch Drittunternehmen selbst Hämodialysegeräte an Bord mitgeführt und betrieben, die Informationen dazu stehen hier bei der Buchung der Reise zur Verfügung.

Für sehbehinderte Gäste bieten die MSC Preziosa, MSC Divina, MSC Splendida und MSC Fantasia Schilder in Braille-Schrift in öffentlichen Arealen, Aufzügen und am Kabineneingang; wiederrum alle Schiffe haben Deckanzeigen in den Auszügen und frei zugängliche Decks, Tenderboote und öffentliche Bereiche. Aus Sicherheitsgründen und ebenso abhängig vom Grad der Behinderung können sehbeeinträchtigte Urlauber dazu angehalten werden, einem Blindenhund oder mit einer Pflegekraft zu reisen.

Passagiere mit Hörbehinderungen müssen aus Gründen der Sicherheit von einer Pflegekraft begleitet reisen. Gäste mit Teilhörbeeinträchtigungen können wiederrum alleine reisen, solange sie die Einrichtung eines TDD-Systemsets in ihrer Kabine bei der Buchung beantragen – diese gibt es in begrenzter Anzahl auf allen MSC-Schiffen. In ihnen sind ein Texttelefon, ein Licht- und Vibrationsgerät sowie ein Wecker integriert.

Zu guter Letzt gilt auch bei MSC Kreuzfahrten: Man sollte der Reederei bei der Buchung unbedingt die notwenigen Informationen zur individuellen Beeinträchtigung mitteilen.

 

Norwegian Cruise Line:

Zunächst einmal sollten jegliche körperliche Beeinträchtigungen mindestens 60 Tage vor Reiseantritt bei Norwegian Cruise Line gemeldet werden. Jedes Schiff der NCL-Flotte verfügt über speziell eingerichtete Kabinen mit barrierefreien Türen und Badezimmern ebenso wie Kabinen mit Licht- und Vibrationsgeräten für Menschen mit Beeinträchtigungen des Seh- und Hörvermögens. Die Mitnahme von Begleithunden für Blinde ist auf allen Schiffen genehmigt. Weiterhin hat NCL einen exklusiven Vertrag mit „Special Needs at Sea“, dieser Anbieter ist berechtigt, Sauerstoff- und Mobilitätshilfedienste an die Schiffe zu liefern und bereitzustellen. Eingeschlossen hierin sind manuelle Rollstühle, elektronische Mobilitätsgeräte wie zum Beispiel Scooter als auch – nach vorheriger Anmeldung – Sauerstoffvorrichtungen für die Nutzung während der Reise oder bei Ausflügen an Land. Auch Peritonealdialyse-Patienten mit kompletter Selbstversorgung sind herzlich willkommen, allerdings sind die Schiffe nicht für Hämodialyse-Patienten ausgestattet.

Weiterhin kann auch diese Reederei keinen Transport mit den Tenderbooten für Rollstuhlfahrer anbieten und weist aus diesem Grund darauf hin, dass bestimmte Ausflüge und Unternehmungen an Tenderhäfen für Personen, die einen Rollstuhl benötigen, oft nicht zu bewerkstelligen oder komplett unmöglich sein können.

 

Royal Caribbean International:

Alle Schiffe der RCCL-Flotte besitzen zweckmäßig eingerichtete Kabinen, breite Flure, barrierefreie Bäder und praktische Hilfen wie zum Beispiel Hörgeräte, Stroboslicht an den Türen, Alarmglocken mit Vibrator und Karten bzw. Beschilderungen in Braille und Großschrift für Passagiere mit Seh- und Hörbehinderung. Gäste, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, dürfen eher einchecken, werden mit Fahrzeugen, ausgestattet mit einem Lift, zum Schiff gebracht und finden dort Rampen ebenso wie hydraulische Aufzüge für Pools und Whirlpools. Selbst der Tenderbootzugang ist durch einen Lift behindertengerecht. Rollstühle sind jedoch nicht an Bord vorhanden, allerdings können sich Menschen, die diese Unterstützung auf dem Schiff brauchen, einen Rollstuhl mit Reservierung bei einem Drittanbieter anmieten.

Schiffsgäste, die auf eine Sauerstofftherapie angewiesen sind, bekommen auf dem Schiff ebenso Unterstützung, müssen allerdings ihr eigenes Sauerstoffgerät mitbringen. Selbiges gilt für Passagiere, die mit einem eigenen Gerät eine Peritonealdialyse durchführen können.

Bei zeitiger Anmeldung erfüllt die Crew in der Küche zudem besondere Diätwünsche für Diabetiker und Personen mit einer Laktoseunverträglichkeit.

 

TUI Cruises:

Alle Kreuzfahrtschiffe der TUI Cruises-Flotte verfügen über rollstuhlgerechte Kabinen, die mehr Bewegungsfreiheit bieten, sowie barrierefreie Eingangs- und Badezimmertüren als auch spezielle Ausstattungen besitzen. Auch so gut wie alle anderen Areale auf dem Schiff sind barrierefrei zu erreichen. Alle Treppenhäuser verfügen über Fahrstühle, die mit Rollstühlen nutzbar sind. In den Restaurants gibt es Tische, die reserviert sind für Passagiere mit eingeschränkter Beweglichkeit, weiterhin sind alle Bars und Lounges frei zugänglich. Für Pools und Whirlpools sind jedoch keine Einstiegshilfen vorhanden.

Das TUI-Ausflugsteam kann mobilitätseingeschränkte Gäste bei der Auswahl von geeigneten Landausflügen beraten. Aber auch in den Ausflugsbroschüren ist verzeichnet, welches Angebot besonders für Gäste mit eingeschränkter Beweglichkeit geeignet ist. Passagiere, die ein paar Schritte gehen können und nicht immer auf ihren Rollstuhl angewiesen sind, können das Schiff in allen Häfen verlassen. Für Rollstuhlfahrer kann das jedoch leider nicht garantiert werden, da in Häfen, in welchen das Schiff auf Reede liegt, ein für Rollstuhlfahrer nicht nutzbarer Tenderbootservice vonnöten ist.

TUI Cruises weist darauf hin, dass sowohl Gehörlose, Blinde als auch Menschen, die trotz Sehhilfe auf dem besseren der beiden Augen eine Sehschärfe von nicht mehr als einem Zwanzigstel der üblichen Sehkraft haben, nur in Begleitung einer Begleitperson reisen können. Schiffsgäste, die immer auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können aus Gründen der Sicherheit ebenso nur mit einer Begleitperson reisen.

 

Ein Erfolgsrezept: Rücksichtnahme auf individuelle Bedürfnisse der Reisenden

Grundsätzlich kann man sagen, dass die oben vorgestellten Reedereien, aber neben ihnen auch noch viele weitere gut auf körperlich beeinträchtigte Menschen eingestellt sind. Insbesondere beim Thema Sicherheit gibt es keine Kompromisse, aber auch im Hinblick auf die Gestaltung der Kreuzfahrt müssen nur geringe Einschränkungen akzeptiert werden. Zu empfehlen sind vor allem die Kreuzfahrtreedereien, die auf individuelle Anforderungen eingehen und weiterhin Reiserouten, auf denen nur wenige Tenderboottransfers vorgesehen sind.

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