Freitag, der 13. - ein Unglückstag?

von Simone Hock

Pech am Freitag, den 13.?
Viele Menschen sind heute noch abergläubisch am Freitag, den 13.!

Bei vielen von uns ist die Angst oder zumindest der Respekt vor einem Freitag, der auf den 13. des Monats fällt, noch immer präsent. Darauf reagieren sogar Hotels, Fluglinien und auch die Reedereien reihen sich mit ein - allerdings nicht alle.

Das ist tatsächlich Fakt: Die Sorge vor besagtem Unglücks-Freitag kann in den schlimmsten Fällen sogar eine Phobie auslösen! So mancher bleibt an dem Wochentag zur Sicherheit im Bett und setzt keinen Fuß vor die Tür. Bevor potentielle Passagiere den selbigen Fuß nicht in eine Kabine auf Deck 13 setzen wollen, lassen einige Kreuzfahrtlinien die Zahl im Deckplan aus. Aber woher die Furcht vor diesem Tag? Warum nicht auch am Dienstag, den 15.? Zugegeben, es gibt ein paar Negativ-Beispiele aus der Vergangenheit, bei denen es nicht unbedingt alles glatt lief…

Jedes Jahr fällt der Freitag mindestens ein, allerdings maximal drei Mal auf einen Dreizehnten des Monats. Die meisten von uns sind an diesem Tag, bewusst oder unbewusst, vorsichtiger als gewohnt unterwegs und wähnen möglicherweise sogar das Böse lauernd hinter jeder Ecke.

Überholt? Übertrieben? Humbuk? Die Antwort lautet: Nein! Paraskevedekatriaphobie ist eine anerkannte Krankheit. Betroffene Personen sagen geplante Reisen oder Termine ab. Sie bleiben lieber gleich unter dem Schutz der kuscheligen Bettdecke. Übrigens: Zeitweise sind die Krankmeldungen an einem Freitag den Dreizehnten drei bis fünf Mal so hoch: Und dabei passieren tatsächlich weniger Unfälle in diesen 24 Stunden.

Treffen wir auf den Aberglauben im Alltag?

Der Aberglaube der Leute färbt auf viele Bereiche ab: Verschiedene Hotel missen den Aufzugsknöpfen der 13. Etage. Einige Fluglinien lassen die Sitzreihe 13 ebenfalls aus und auch so manches Hochhaus besitzt keinen 13. Stock.

Die Reedereien der großen Kreuzfahrtschiffe sehen das ganz ähnlich. AIDA Cruises, Azmara Cruises, Celebrity Cruises und Tui Cruises verzichten alle auf ein 13. Deck. Die amerikanische Reederei Royal Caribbean International lässt das komplett unbeeindruckt, hier schlafen die Passagiere scheinbar auch auf dem dreizehnten Deck völlig friedlich.

Die Flotte von AIDA Cruises hat kein dreizehntes Deck
Die Wohlfühlflotte von AIDA Cruises verzichtet auf das Deck mit der Nummer 13.

Ein kleiner Sonderfall ist die italienische MSC. Hier sorgt man sich nämlich um die 17, eine Unglückzahl bei unseren Nachbarn.

Übrigens: die Spanier und Griechen mögen die zweistellige Ziffer 13 auch nicht, allerdings nur dann, wenn sie auf einen Dienstag fällt.

Was ist in der Vergangenheit an dem Tag passiert?

Zugegeben, es sind durchaus ein paar unschöne Dinge passiert oder stehen im Zusammenhang. Da hätten wir:

  • die Kreuzigung von Jesus Christus 
  • Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies
  • der Börsencrash 1929 – der passierte übrigens an einem Donnerstag und wurde durch die Zeitverschiebung auf den Freitag datiert
  • die Zahl wurde früher auch „Dutzend des Teufels“ genannt
  • im Tarot-Set hat die Todes-Karte die Nummer 13 inne
  • 1916 wurde ein Kinofilm von Richard Oswald über eine Familie gezeigt, bei der immer an diesem Datum ein Mitglied starb

Gibt’s auch etwas Positives?

Na klar, wir haben auch zwei Gegenbeispiele gefunden: Für die Japaner und auch jüdische Gemeinde ist die Ziffer eine Glückszahl. Der jüdischen Tradition nach ist die Dreizehn zusätzlich noch ein Symbol Gottes.  

Unser Fazit

Es ist jedem selbst überlassen, ob er sich Sorgen an diesem Tag macht oder komplett unbeeindruckt bleibt. Zur Not taugt das Datum immerhin noch als nettes Thema für einen Smalltalk.

Theoretisch hat nämlich jede Zahl in Kombination mit oder ohne Wochentag das Zeug dazu, ein waschechter Horrortag zu werden. Davon kann sicherlich jeder von uns ein Liedchen singen.

Für das Erste können wir uns alle entspannt, bis April ist erst mal Ruhe mit Pleiten, Pech und Pannen! ;-)

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf eine neuere Version oder verwenden Sie einen anderen, aktuelleren Browser (Firefox, Google Chrome oder Opera).